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Berichterstattung löst Fragen aus

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«Fahrende sorgen in der Badi für Unmut» FN-Ausgaben vom 25. und 29. Juli

 

Wir Schweizer sind ein geplagtes Volk. Wenn es nur uns gäbe, dann wären wir frei von jeglichen Problemen. Doch leider machen auswärtige Störenfriede unsere Idylle madig, in der wir unsere Cervelats geniessen könnten.

Könnten, denn selbst beim Badeplausch in Kerzers sind wir nicht gefeit vor «Radau»–in diesem Fall durch Fahrende. Was genau vorgegangen ist, verrät uns der Redakteur in seinem Artikel nicht, weshalb sich beim Leser schnell jener Eindruck bestätigt, der ihm bereits durch den plakativen Titel vermittelt wurde: Ausländer machen uns unser schönes Paradies zunichte.

Gerade im Umgang mit Nachrichten über Personen, die wegen ihrer Lebensweise in der Schweiz häufig mit Diskriminierungen konfrontiert waren (z. B. Stichwort «Kinder der Landstrasse») und immer noch sind, sollten Medien jedoch erhöhte Sorgfalt walten lassen und auch Nachfolgeartikel möglichst differenziert verfassen, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, bei der unkritischen Leserschaft mit der Verwendung des Schlagwortes «Fahrende» eine fremdenfeindliche Einstellung zu bilden, oder die bereits bestehende zu schüren. Fahrende sind Menschen unterschiedlichen Geschlechts, Alters, Grösse, Herkunft oder Bildung. Sie zumindest sprachlich alle in einen Topf zu werfen, kann sehr heikel sein und die Freiburger Nachrichten sollten sich fragen, ob sie bei einer Gruppe Schweizer, welche die harmonische Stimmung in hiesigen Freizeitbädern vereiteln würde, zu berichten wüsste: «Schweizer machten erneut Radau»?

«Wir sind ein geplagtes Volk. Wenn es nur uns gäbe, wären wir frei von jeglichen Problemen.»

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