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Berner Regierung legt Kredit für Transitplatz in Wileroltigen vor

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Südlich des Autobahn-Rastplatzes Wileroltigen soll ab 2022 ein Transitplatz für ausländische Fahrende mit mindestens 36 Stellplätzen für 108 bis 180 Personen zu stehen kommen. Das schreibt der Regierungsrat des Kantons Bern in einer Medienmitteilung. Das Kantonsparlament entscheidet im März 2019 über das Vorhaben. Der geplante Transitplatz umfasst rund 8500 Quadratmeter. Die Kosten belaufen sich auf 3,3 Millionen Franken. Der Plan ist, dass die Fahrenden den Platz nur über die A 1 erreichen und verlassen können.

Im Herbst 2016 hatte der Grosse Rat einen 9,3-Millionen-Kredit für einen Transitplatz für ausländische Fahrende in Meinisberg als zu teuer abgelehnt. Entsprechend dem Rückweisungsantrag habe der Kanton Verhandlungen mit dem Bund geprüft und Alternativen geprüft. Diese Abklärung habe gezeigt, dass der Standort Wileroltigen geeignet sei und verhältnismässig kostengünstig realisiert werden könne. Das Gelände im Umfeld des Rastplatzes Wileroltigen an der Autobahn A 1 wird vom Bundesamt für Strassen (Astra) zur Verfügung gestellt.

Keine einzige Stimme sagte Ja

Im Sommer 2017 war es in Wileroltigen rund um die Präsenz von ausländischen Fahrenden zu Spannungen gekommen. Bis zu 500 Fahrende mit 200 Wohnwagen aus dem Ausland hatten die Wiese neben der Autobahnraststätte in Beschlag genommen. Das sorgte für Unmut in der 360-Seelen-Gemeinde. Die Nachricht der Berner Regierung, genau an diesem Ort einen definitiven Transitplatz für ausländische Fahrende einrichten zu wollen, brachte das Fass zum Überlaufen: In Wileroltigen formierte sich ein Bürgerkomitee. Dieses rief zum Widerstand auf. An der Gemeindeversammlung von Wileroltigen im Mai konnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in einer Konsultativabstimmung ihre Meinung zum geplanten Transitplatz für Fahrende abgeben: Keine einzige Stimme sagt Ja zum Transitplatz. Die Konsultativabstimmung hat jedoch keine verpflichtende rechtliche Folgen. Dem Gemeinderat ging es darum, die Meinung des Dorfes abzuholen.

Dass der Regierungsrat nun einen Kredit vorlegt, verwundert den Gemeindepräsidenten von Wileroltigen, Hinnerk Semke, nicht: «Das war zu erwarten.» Weit mehr Mühe bereite ihm die Grösse: «36 Plätze für bis zu 180 Personen sind zu viel für ein kleines Dorf wie Wileroltigen.» In Brügg und Gampelen seien es nur je 20 bis 25 Plätze.

sda/emu

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