Ferenbalm/Gurbrü 14.06.2018

Anwohner bäumen sich noch einmal auf

Die Einwohner von Ferenbalm und Gurbrü protestieren weiter ­ gegen die Schliessung ihres Bahnhofs.

«Dieser Busbetrieb ist unbefriedigend», hält Hans Romann, Sprecher der IG Bahnhof Ferenbalm-Gurbrü fest. Mit dem nächsten Fahrplanwechsel soll die Station zwischen Bern und Kerzers geschlossen werden (die FN berichteten). Stattdessen soll ein Bus die Dörfer Ferenbalm, Gurbrü und Biberen mit dem Bahnhof in Gümmenen verbinden. Das stösst bei den Betroffenen auf Widerstand: Einer von ihnen ist Christoph Bigler. Er schreibt: «Die Reise nach Bern dauert künftig im besten Fall 40 Minuten statt 16 Minuten.» Der Bus verkehre am Sonntag zudem nur alle zwei Stunden. Die S5 bediente Ferenbalm-Gurbrü bislang stündlich.

Schlechte Anschlüsse

Die Anwohner monieren weiter, sie müssten künftig den Zug in Bern unter der Woche spätestens um 22 Uhr besteigen, um den letzten Bus zu erreichen. Das sind zwei Stunden früher als bis anhin. Mit der Schliessung der Station würden die Bewohner der Dörfer zudem von Kerzers abgehängt, dem nächstgelegenen Ort mit einer Zentrumsfunktion.

Christian Aebi, Vorsteher des Amtes für öffentlichen Verkehr und Verkehrskoordination des Kantons Bern, schreibt, das Busangebot sei mit der Region und den betroffenen Gemeinden erarbeitet worden. «Es bietet eine gute Erschliessung des ländlichen Raums und insbesondere zusätzliche Haltestellen in den erschlossenen Weilern und Dörfern.» Der Kanton sei aber offen für Verbesserungsvorschläge. Die Vernehmlassung zum neuen Fahrplan läuft noch bis am kommenden Sonntag.

sos