Schweiz bewegt 05.05.2011

Neuenegg und Wünnewil-Flamatt kämpfen um Bewegungsminuten

Im Duell«Schweiz bewegt»kämpfen am Samstag die Berner gegen die Freiburger: Gewinnerin ist jene Gemeinde, die länger zu Fuss und auf dem Velo unterwegs ist.

Autor: Helene Soltermann

Am Samstag kommt Bewegung in die Gemeinden Neuenegg und Wünnewil-Flamatt. Die beiden Gemeinden treten beim Duell von «Schweiz bewegt» gegeneinander an. Gewinnen wird jene Gemeinde, die am Ende des Tages mehr Bewegungsminuten gesammelt hat. Bewegungsminuten sammeln ist einfach: Jedermann kann sich für seine Gemeinde einsetzen, nach einer Anmeldung am Start bekommen die Wettkämpfer eine Nummer, und die Stoppuhr läuft, bis sie im Ziel sind. Die Zeit eines jeden wird zusammengezählt und der jeweiligen Gemeinde angerechnet. Bewegen kann man sich auf unterschiedlichste Weise: Radelnd, joggend via Vita Parcours oder wandernd auf dem Sense-Naturlehrpfad.

Kein Kampf der Kantone

Die Idee für das interkommunale Duell liefert die Aktion «Schweiz bewegt», die vom Bundesamt für Sport initiiert worden ist. Das kommende Duell hat Leander Heldner, der bis vor zwei Wochen im Gemeinderat von Wünnewil-Flamatt sass, angestossen. Er hat die Nachbargemeinde Neuenegg nicht etwa herausgefordert, weil er einen Kampf zwischen Freiburgern und Bernern anzetteln will, sondern weil die beiden Gemeinden so nahe beieinanderliegen und viel gemeinsam hätten, so etwa den Vita Parcours.

Von Berner Seite tönt es ähnlich. «Punkto Werkhof arbeiten wir bereits zusammen», sagt der Neuenegger Gemeinderat Markus Heller, der ebenfalls im Organisationskomitee sitzt. «Aber sonst könnte die Bevölkerung schon noch ein bisschen mehr gemeinsam machen.» Deshalb waren die Neuenegger sofort dabei, als die Gemeinde Wünnewil-Flamatt sie herausgefordert hat.

1600 Startnummern bestellt

Beide Gemeinden hoffen am Samstag auf möglichst viel Bewegungsbegeisterte, jede Gemeinde hat 800 Startnummern bestellt. Finanziell drückt der Anlass nicht stark auf die Kasse. Laut Heller haben die Gemeinden je um die 1500 Franken ausgegeben. Die Datenerfassung wird über die Sponsoren von «Schweiz bewegt» abgewickelt, und auch die nötige Infrastruktur wird von ihnen zur Verfügung gestellt.

Ehre auf dem Fussballplatz

Der Höhepunkt des sportlichen Anlasses folgt am Schluss des Tages. Es ist nicht etwa der Wetteinsatz; denn die Siegergemeinde erhält lediglich ein Diplom und die Verlierer müssen eine Delegation der Gewinnergemeinde zu einem Apéro einladen. Spannender für das Publikum wird wohl der Fussballmatch zwischen den Gemeinderäten und Gemeindeangestellten der beiden Kontrahenten. Während eineinhalb Stunden kämpfen die Gemeinderäte nicht nur um Bewegungsminuten, wie sie in ihrem Prospekt schreiben, sondern auch um Ruhm und Ehre.

 

Jede Minute, die gelaufen wird, zählt – und geht entweder auf das Konto von Wünnewil-Flamatt oder von Neuenegg.Bild zvg

Programm

Der Sense entlang walken, wandern und joggen

Vorgängig anmelden müssen sich die Teilnehmer nicht, um beim Gemeindeduell Bewegungsminuten zu sammeln. Zwischen 9.30 Uhr und 14.30 Uhr können sie auf der Schulanlage Neuenegg Au ihre Startnummer abholen und bis 16 Uhr entweder biken, laufen oder wandern. Wer den Parcours nicht alleine absolvieren will, kann dies in der Gruppe tun. BeimWalking der Sense entlang startet eine Gruppe um 11 und 13 Uhr, auf denVita Parcours durch den Auenwald macht sich ab 10.30 Uhr stündlich eine Gruppe auf, und begleiteteBike-Touren in der Region finden um 10 Uhr und um 13.30 Uhr statt. Um auf demNaturlehrpfad der Sense von Laupen nach Neuenegg zu wandern, fährt um 10.10 und um 12.10 Uhr gratis ein Zug von Neuenegg nach Laupen. Um 16 Uhr treffen sich die Gemeinderäte und -angestellten auf dem Sportplatz Flamatt zu einemFussballmatch. Auch an Verpflegung fehlt es nicht, Essensstände stehen für die hungrigen Sportler bereit. hs

Weitere Informationen: www.neuenegg.ch und www.wuennewil-flamatt.ch