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Berufsbilder haben sich völlig verändert

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: walter buchs

«Die Verbandsarbeit bringt einem Unternehmen sehr viel. Deshalb haben wir immer Wert darauf gelegt, dass die Paulusdruckerei in den wichtigen Gremien der Berufsorganisationen vertreten ist.» Dies sagt der heute 66-jährige Anton Burri, wenige Tage nachdem er das Vize-Präsidium des Schweizerischen Verbandes für visuelle Kommunikation (Viscom) abgegeben hat, das er seit dem Jahr 2000 innehatte.

Vielfältige Verbandsarbeit

Neben der Mitgliedschaft im Zentralvorstand des Viscom war Anton Burri in den vergangenen sechs Jahren auch Vizepräsident der Stiftung «Aus- und Weiterbildung», in den vergangenen vier Jahren Präsident der Verlagsgemeinschaft der Fachzeitschrift « viscom print & communication» sowie Ausschussmitglied verschiedener anderer Gremien. Auf regionaler Ebene hat er von 1986 bis 1996 die Sektion Freiburg des Schweiz. Verbandes der grafischen Unternehmen SVGU präsidiert und war von 1986 bis 2010 Mitglied des Westschweizer Vorstandes.

«Wenn man nicht mehr operativ tätig ist, dann ist man schnell abgenabelt», sagt Anton Burri im Gespräch mit den FN zu den Gründen seiner Demissionen. Bekanntlich ist der gelernte Buchdrucker Anfang 2009 nach 46 Berufsjahren in den Ruhestand getreten. Gleichzeitig hat er den Schlüssel zum Direktionsbüro der Paulusdruckerei seinem Sohn Thomas übergeben, der ganz freiwillig den gleichen Berufsweg wie der Vater eingeschlagen habe.

Wertvolle Kontakte

«Dank der Tätigkeit in den verschiedenen Gremien des Verbandes hatte ich Kontakte zu den leitenden Personen der Branche quer durchs ganze Land», stellt Anton Burri mit Genugtuung fest. Wertvoll sei der Einblick in die Struktur und Entwicklung der Berufsbildung, der wichtigsten Tätigkeit des Verbandes, gewesen. Bei den Kontakten im Rahmen der Sozialpartnerschaft habe man gespürt, wie die Mitarbeiterschaft denkt. Dies habe es wiederum erleichtert, diese in die Entwicklungsprozesse einzubinden.

Das grafische Gewerbe hat in den vergangenen 40 Jahren gleich zwei Mal eine grössere Revolution erlebt: Ende der 1970er-Jahre der Wandel vom Blei- zum Fotosatz bzw. vom Buchdruck zum Offset sowie gegenwärtig die Digitalisierung aller Abläufe, verbunden mit dem Konkurrenz- und Preisdruck infolge der Öffnung der Märkte. Für Anton Burri war der Kontakt mit den Berufskollegen auf Verbandsebene wichtig, um so die technologische Entwicklung rechtzeitig zu erkennen und damit auch die richtigen Investitionen zu tätigen. Das war zweifellos dafür entscheidend, dass das führende grafische Unternehmen auf dem Platz Freiburg heute dort ist, wo es steht.

Der Entwicklung eine Nasenlänge voraus

Im Bewusstsein, dass jede Zeit ihre besonderen Herausforderungen bringt, hütet sich Anton Burri davor, Nachfolgern Ratschläge zu erteilen. Trotzdem lässt er sich etwas in die Karten für sein Erfolgsrezept blicken: «Man muss neugierig sein und sich immer wieder fragen, ob es noch einen anderen Weg gibt, um neue Möglichkeiten zu erschliessen und die gesuchte technische Entwicklung umzusetzen.»

Im heutigen weltweiten Preiskampf sei es wichtig, so Burri weiter, der Konkurrenz technologisch möglichst immer eine Nasenlänge voraus zu sein. Der – wenn auch zeitlich befristete – Produktivitätsvorsprung sei dann zu nutzen, um die entsprechenden Anlagen gut auszulasten und so in nützlicher Zeit abschreiben zu können.

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