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Berufswahl gilt nicht mehr für das ganze Leben

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Mit etwa 15 Jahren muss sich eine junge Frau oder ein junger Mann entscheiden, welchen Bildungsweg sie oder er gehen möchte. Lehre – Berufsmatura – oder doch lieber das Gymnasium?

Vor 30 Jahren hatte diese Entscheidung weitreichende Folgen. Wurde eine Spur gewählt, war es überaus schwierig, noch einen Spurwechsel vorzunehmen. Der Wechsel zwischen gymnasialem Weg und dem Berufsbildungsweg und umgekehrt war nur mühsam zu bewerkstelligen.

Was ist heute besser?

In den 90er-Jahren wurden die Berufsmaturität und die Fachhochschulen geschaffen. Damit hat sich die Bildungslandschaft stark verändert. Folgende Punkte sind besonders zu erwähnen:

Heute kann man auch über den Berufsbildungsweg an einer Fachhochschule einen Hochschulabschluss erreichen.

Zudem kann man mit einer Berufsmaturität über eine sogenannte Passerelle innerhalb eines Jahres den Zugang zu den universitären Hochschulen erreichen.

Auch für die gymnasialen Maturanden besteht die Möglichkeit, die Spur zu wechseln. Mit einer einjährigen geregelten Arbeitswelterfahrung können sie sich den Zugang zu den Fachhochschulen erarbeiten.

 Durchlässigkeit

Schliesslich kann man heute auch ohne Berufsmatura zu einem Tertiärabschluss gelangen, denn die höhere Berufsbildung wird durch das neue Berufsbildungsgesetz neu dem Tertiärbereich zugeordnet.

Prägend für das heutige Bildungssystem ist die sogenannte Durchlässigkeit. Spurwechsel sind heute über viele Wege möglich. Keine Ausbildung soll mehr in eine Sackgasse führen. Die Entscheidungen, die mit fünfzehn Jahren getroffen werden, haben nicht mehr dieselben weitreichenden Folgen, wie es früher einmal der Fall war. Die Entscheidungen, die in der Jugend getroffen werden, können im Verlaufe des Lebens sehr viel einfacher korrigiert werden als früher.

 Begabung statt falsche Karriereträume

Immer wieder hört man, wie Eltern ihre Kinder ins Gymnasium drängen wollen und alles unternehmen, damit ihr Kind die Aufnahmeprüfung schafft. Sie haben für ihr Kind Karriereträume und tun so, als ob der gymnasiale Weg allein das Glück versprechen würde. Im heutigen Bildungssystem sollte vielmehr darauf geachtet werden, wofür ein Jugendlicher begabt und motiviert ist. Aus jeder Ausbildung kann heute mit Engagement eine spannende Karriere entwickelt werden.

Hohe Bildungsrendite

Neuere Statistiken zeigen, dass Personen, welche ihre Karriere über die Berufsbildung starten, auf dem Arbeitsmarkt sehr gute Karten haben. Zudem weisen die Fachhochschulabgänger im Durchschnitt eine grössere private Bildungsrendite auf als Absolventen der Universitäten. Das heisst, wer etwas erreichen möchte, kann dies sowohl über den gymnasialen als auch über den Berufsbildungsweg tun.

Ausbildung: Die Präferenzen der OS-Abgänger

A m Ende des Schuljahres 2011/12 haben insgesamt 514 Jugendliche die Orientierungsschulen des Sensebezirkes verlassen.

Berufliche Grundbildungen (EFZ/EBA) 277 (54 %)

Schulische Berufs- ausbildungen 10 (2 %)

Gymnasien 131 (25 %)

Fachmittelschulen 27 (5 %)

Übrige Schulen 7 (1 %)

Erwerbstätigkeit 0 (0 %)

Nichtschulische Zwischenlösungen, Aufschieben der Wahl 31 (6 %)

Fremdsprachliches Schuljahr 19 (4 %)

Plattform Jugendliche (Vorkurs und MoSe, Integrationskurs, Werkjahr) 12 (2 %)

Unbekannte Lösungen 0 (0 %)

Situation im Kanton

Gegenwärtig absolvieren 8796 Auszubildende ihre Lehre. Dies bedeutet einen Zuwachs von rund 56 Prozent gegenüber dem Jahr 2000. 94,3 Prozent der Personen befinden sich in der beruflichen Grundbildung und 5,7 Prozent nutzen die Brückenangebote; 293 besuchen die Berufsmaturität für gelernte Berufsleute. Der aktuelle Altersdurchschnitt der Jugendlichen, die eine Ausbildung beginnen, beträgt 18,9 Jahre. Einen direkten Einfluss auf diesen Anstieg hat der beträchtliche Anteil von Personen mit Berufserfahrung, die eine Ausbildung absolvieren. Von den 3680 ausbildungsberechtigten Betrieben bilden gegenwärtig 2433 Betriebe aus. Diese haben durchschnittlich 3,7 Lernende unter Vertrag. Im Vergleich mit den Mikro- und Kleinunternehmen bilden die mittleren und grossen Unternehmen nur etwa halb so viele Lernende aus. bm

Quelle: Berufs- und Laufbahnberatung des Sensebezirks.

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