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Besondere Klangfreuden mit dem Orchesterverein Düdingen

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In einer Zeit, in der quasi jeder Kanton ein Berufsorchester kennt, sind öffentliche Auftritte von Laienorchestern rar geworden. Fast ein Wunder also, dass es den Orchesterverein Düdingen immer noch gibt. Und das schon seit 120 Jahren. Am Samstag und Sonntag feierte das Orchester das Jubiläum im Rahmen des Frühlingskonzertes.

Mit Walzer, Tangos und Filmmusik präsentierten die rund 35 Musikerinnen und Musiker dem Publikum ein überraschend breites Spektrum an Melodien und Werken. Die Verantwortlichen sorgten aber auch mit einer gut ausgewählten Rahmengestaltung für Abwechslung. Moderatorin Christina Sturny fand zu jedem Werk die passenden Worte. Und die Bildprojektionen im zweiten Teil verliehen der Tango- und Filmmusik zusätzlich Farbe.

Angepasste Werkauswahl

Das Salon-Orchester hat sich mit leichter Wienerklassik, Filmmusik und Arrangements einen festen Rahmen gesetzt. Am Frühlingskonzert präsentierte Dirigent Beat Aebischer vorab Werke mit moderaten Tempi, die dem Orchesterpotenzial angepasst waren. Dabei gab es immer wieder Überraschendes an klanglicher Vielfalt. Mit einem guten Zusammenspiel und ausgewogener Dynamik interpretierte das Orchester an den beiden Konzerten etwa Antonin Dvořàks «Prager Walzer». Leichtfüssig und beschwingt wiederum erklang «Vivat Musica», ein Marsch des Dirigenten Beat Aebischer.

Aber auch im zweiten Teil gelangen fein abgestufte Tongemälde wie etwa im «By the Blue Hawaiian Waters» von Ketèlbey. Und mit «Abba Medley» offerierte das Orchester ein musikalisches Schlussbouquet, welches das Publikum begeisterte. Mit der Zugabe «Promenade» aus der Feder des Dirigenten beschenkte das Orchester die Anwesenden nochmals mit einem frischen, lebendigen Spiel.

Das Orchester hat vorab mit den Bläsern und der Schlagzeugerin ein gutes Potenzial. Schwieriger ist es nun mal, die unterschiedlichen Niveaus der Violinen intonationsmässig auf einen Nenner zu bringen.

Nachwuchs fördern

In einem Laienorchester zählt nicht die Perfektion, sondern das aktive Musizieren. «Musik ist die beste Schule, das Leben zu erlernen, und zugleich das wirkungsvollste Instrument, um ihm zu entfliehen», sagt der weltberühmte Dirigent und Pianist Daniel Barenboim. Das tun zwar viele. Man denke nur an die vielen Bands, die immer wieder neu entstehen. Doch im Bereich der Klassik ist dies eher rar.

1894 wurde der Orchesterverein gegründet–noch vor der Konzertgesellschaft Freiburg. Sie feiert dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Zurzeit spielen 35 Mitglieder im Alter von 18 bis 73 Jahren mit. Damit fördert der Verein auch den musikalischen Nachwuchs im Kanton. Wöchentlich wird geprobt. Das setzt ein Engagement voraus, was sich am Frühlingskonzert auch gezeigt hat. Die Musikerinnen und Musiker spielten spielfreudig und konzentriert. Für die Klangfreuden hat sich das Publikum im Podium am Samstag und am Sonntag mit grossem Applaus bedankt. Dieser galt dem Ensemble, aber speziell auch dem Dirigenten Beat Aebischer. Denn das Frühlingskonzert war sein Abschiedskonzert nach 20 Jahren (siehe Kasten).

Beat Aebischer. Bild Aldo Ellena

Beat Aebischer: «20 Jahre als Dirigent sind genug»

S eit jungen Jahren spielt Beat Aebischer Trompete, hat beim Schweizerischen Blasmusikverband das Dirigentendiplom erworben, ist Mitglied des Jägerensembles und komponiert. Ist das nicht ein Potenzial für einen Berufsmusiker? «Ein Leben als Berufsmusiker ist zu hart», meint Aebischer, der als Vorsteher der Einwohnerkontrolle auf der Gemeindeverwaltung arbeitet. Er habe seinen musikalischen Weg nie bereut. Ein Laienorchester zu leiten ist allerdings eine besondere Herausforderung. «Die grosse Schwierigkeit besteht darin, die verschiedenen Niveaus zusammenzubringen.» Denn in Orchestern können sowohl Anfänger wie Fortgeschrittene ohne Probespiel mitspielen. «Was zählt, ist die Freude am Spiel», bemerkt der Dirigent. Nach den zwei Konzerten im Juni wird Beat Aebischer den Dirigentenstab abgeben. «20 Jahre sind genug», meint er. Nachwuchssorgen gibt es anscheinend keine. Für den Dirigentenposten, so Aebischer, seien viele Bewerbungen eingegangen. Das Orchester sucht für die neue Saison ebenfalls einen Pianisten. Willkommen sind ebenfalls Streicherinnen und Streicher. il

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