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Besser gemeinsam als einsam

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Autor: karin aebischer

In den Pflegeheimen der Stiftung St. Wolfgang in Schmitten, Flamatt und Düdingen besteht das Angebot eines Mittagstisches. Auch für den Transport dorthin wird bei Bedarf gesorgt: In Düdingen stellt sich dafür der Vinzenzverein zur Verfügung, in Flamatt und Schmitten ist es der Verein «Dienste für Senioren».

Doch bisher hat sich das Angebot nur im Pflegeheim Wolfacker in Düdingen durchgesetzt. «In Flamatt und Schmitten läuft der Mittagstisch nicht sehr gut», sagt Andreas Raemy, Bereichsleiter Verpflegungsdienste der Stiftung St. Wolfgang.

Herbstaktion in drei Heimen

Um dies zu ändern, führt die Stiftung im November in allen drei Heimen eine Herbstaktion durch (siehe Kasten). Gegen Barzahlung von zehn Franken (sonst Bon à 13 Franken) können Pensionierte sowie IV-Bezüger am Mittagstisch der Pflegeheime Platz nehmen und eine warme Mahlzeit geniessen.

Raus aus der Isolation

Die Hemmschwelle zum Heim nennt Andreas Raemy als einen möglichen Grund, weshalb nicht mehr Betagte den Mittagstisch aufsuchen. Er glaubt nicht, dass es nur wenige einsame Esser gibt. «Wir sehen viele isolierte Menschen», bestätigt Hanny Gyger vom Verein «Dienste für Senioren» die Aussage Raemys. «Diesen würde es schon nur gut tun, wenn sie einmal pro Woche unter die Leute kämen», so Gyger.

Die Menschen aus der Vereinsamung holen und ihnen einen ersten Kontakt zum Heim verschaffen ist denn auch das Ziel des Mittagstisches. «Sie müssen davon erfahren, dass sie die Möglichkeit dazu haben», sagt Raemy. Was die Nutzung des Angebots anbelangt, seien die Heime relativ flexibel. Man könne nur einen oder auch mehrere Mittage pro Woche am Mittagstisch teilnehmen und danach auch noch länger bleiben und zum Beispiel «einen Jass klopfen».

Pflegepersonal nicht zuständig

Zehn Personen pro Mittag sind nötig, damit der Mittagstisch kostendeckend ist. «Dies war in Schmitten und Flamatt bisher nicht der Fall, deshalb konnten wir noch keine Mittagstisch-Betreuung aufbauen», erklärt Andreas Raemy. Denn für diese darf das Pflegepersonal nicht eingespannt werden. Der Mittagstisch muss autonom laufen, da er nicht zu den Kernaufgaben, sondern zur Mantelnutzung der Stiftung gehört. So werden für das Drum und Dran wie Tischedecken, die Betreuung vor Ort, Abräumen und den Transport stets Freiwillige gesucht. «Es wird immer schwieriger, Helferinnen und Helfer zu finden.»

Keine Zentralisierung

In Schmitten und Flamatt ist die nötige Infrastruktur für einen Ausbau des Angebots vorhanden. «Wir haben im Frühjahr die Küche modernisiert», sagt Andreas Raemy, der selbst ein bis zweimal pro Woche in Schmitten am Herd steht.

Mit einer zentralisierten Küche für alle Heime, so ist er der Überzeugung, könnte man nicht die gleiche Qualität auf den Tisch bringen und weniger auf die Wünsche der Leute eingehen. Auch die Aktivierungstherapie der Heimbewohner würde verloren gehen: die Betagten helfen gerne beim Rüsten. «Deshalb werde ich mich auch beim Neubau in Bösingen für eine eigenständige Küche einsetzen», sagt der Leiter Verpflegung. In den drei Küchen der Stiftung St. Wolfgang werden derzeit 25 Personen beschäftigt, pro Küche auch ein Lehrling.

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