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Besser spät als nie: Die Mönche gehen mit gutem Beispiel voran

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Die Schuld, die sich die Kirche in der Vergangenheit in Bezug auf sexuellen Missbrauch aufgeladen hat, geht ins Unermessliche. Unter dem Deckmantel der Keuschheit haben Geistliche unsägliches Leid über viele Frauen und Mädchen, Männer und Buben auf der ganzen Welt gebracht. Das Muster ist praktisch überall dasselbe: Ein Geistlicher vergeht sich an einer Person in seinem Einflussbereich, die Verantwortlichen der römisch-katholischen Kirche vertuschen, schauen weg, beschützen den Täter statt die Opfer.

Zwar erhält das Thema seit Mitte der 1990er-Jahre weltweit grössere öffentliche Aufmerksamkeit. Die Sensibilisierung hat viele Opfer ermutigt, auch mehrere Jahrzehnte nach den Vorfällen ihre traumatischen Erlebnisse öffentlich zu machen. Doch ihre Aufarbeitung scheitert nach wie vor oft an den komplizierten innerkirchlichen Strukturen. Zudem wird gerne das Argument vorgebracht, dass die Vorkommnisse weit in der Vergangenheit liegen und damals noch eine andere Zeit herrschte.

Um etwas zu ändern, braucht es indes nicht selten konkretere Taten: Einsicht, Mut, Zivilcourage. Es reicht nicht, sich darauf auszuruhen, dass eine Studie lanciert wurde, wie dies die Schweizerische Bischofskonferenz mit den Schweizer Ordensleuten getan hat. Auch braucht es weiterhin eine breite Öffentlichkeit, wie der Fall Santier in Frankreich gezeigt hat.

Die Gemeinschaft der Zisterzienser von Altenryf hat mit ihrem Aufruf Mut gezeigt. Es ist ein beachtenswerter Schritt. Auch wenn er spät kommt und keine strafrechtlichen Konsequenzen mehr zeitigt. Aber die Opfer werden älter und verdienen es, dass ihr Leid anerkannt wird und dass die Kirche als Institution etwas daraus lernt. Sie muss sich grundlegend verändern. Denn solange an den bisherigen Machtstrukturen festgehalten wird, bleibt die Gefahr sexualisierter Gewalt bestehen. 

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