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Besserer Status für Primarschulleiter

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Mit dem Vorentwurf des neuen Schulgesetzes war der Verein der Lehrerinnen und Lehrer Deutschfreiburgs (LDF) nicht zufrieden und wünschte deshalb einen Neustart. Das Gesetz sollte schlanker und benutzerfreundlicher werden und nicht zuletzt gleiche Strukturen auf Primar- und OS-Stufe bezüglich Schulleitung, Schulvorstand und Finanzierung beinhalten. «Jetzt wird es gut, es sind keine unterschiedlichen Zielausrichtungen mehr vorhanden», betonte die Präsidentin Jacqueline Häfliger am Dienstagabend am ersten Informationstreffen des Vereins für Politiker und Medien in Flamatt. Sie habe erst einen Vorentwurf der Endfassung des Gesetzes gesehen, könne aber bereits jetzt sagen, dass der LDF nun dahinterstehe. Etliche Gespräche mit den französischsprachigen Kollegen und der Erziehungsdirektorin Isabelle Chassot, der sie einen Kranz winde für ihren Einsatz, hätten zur Konsensfindung beigetragen.

Appell an die Grossräte

Wichtig war dem LDF vor allem, dass sich die vage Gesetzesbeschreibung der Kompetenzen der Schulleitung auf Primarstufe konkretisiert. Die Leistung, die die Schulleiter erbringen, soll mit dem entsprechenden Status, der Entlöhnung sowie den Kompetenzen gesetzlich verankert werden. Die Unterschiede in der Hierarchiestruktur im Vergleich zur Orientierungsschule sollten auch über die Sprachgrenze hinweg ausgemerzt werden. «Ich hoffe, dass ihr die Vorteile der Schulleitung auch seht», wandte sich Häfliger an die Gross- und Gemeinderäte. Das Gesetz wird in einer der nächsten Sessionen behandelt. «Womöglich noch im Dezember», sagte SVP-Grossrätin Katharina Thalmann-Bolz. «Es wird harte Knochenarbeit», prophezeite SVP-Grossrat Emanuel Waeber. Nicht die Finanzierung bereite ihm Sorgen, sondern die Diskussion mit den französischsprachigen Kollegen über die Kompetenzverteilung Schulleitung/Schulkommission. Sie hoffe, dass nicht jedes Gesetz zerpflückt werde, sondern die Grossräte sich auf die grossen Dinge konzentrierten, sagte Andrea Burgener Woeffray, SP-Grossrätin.

Zur besseren Stellung der Schulleiter wurde auch eine kritische Stimme laut. Für kleine Gemeinden sprenge es den finanziellen Rahmen, wenn Schulleiter gleich entlöhnt würden wie OS-Direktoren, sagte ein Plasselber Gemeinderat. CSP-Grossrat Bernhard Schafer wollte wissen, wie es mit dem neuen Gesetz um die Schulinspektoren steht. «Haben sie in Zukunft überhaupt noch eine Funktion?» Die Schulinspektoren blieben wichtig, erklärte Jacqueline Häfliger. Sie hielten alle teilautonomen Bereiche zusammen.

Wo der Schuh drückt

Die Präsidentin des LDF nutzte die Gelegenheit, aufzuzeigen, wo bei den Lehrern sonst der Schuh drückt. So würden zum Beispiel 80 Prozent der vom LDF befragten Lehrpersonen die Pensenrichtlinie «40 bis 60 Prozent oder 100 Prozent» ablehnen.

Vorreiterin: Schule Flamatt arbeitet mit integrativen Klassen

D as neue kantonale Konzept für die Sonderpädagogik (FN vom 1. September) zieht die Integration von Schülern mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen in eine Regelschule der Zuweisung in Sonderschulen vor. Die Primarschule Flamatt hat im Schuljahr 2011/12 vom separativen System mit Kleinklassen zum integrativen System gewechselt, wie der Schulleiter Markus Probst am Dienstagabend aufzeigte. Die Klassen seien jetzt noch heterogener als vorher, was eine Herausforderung für die Zusammenarbeit sei. «Es braucht eine bessere Absprache zwischen Heilpädagogen und Klassenlehrern», so Probst. Wichtig für das Funktionieren seien auch die entsprechenden Rahmenbedingungen, damit die gleiche Qualität geboten werden könne. «Diese können wir bieten», sagte Markus Probst in seinem Erfahrungsbericht.

Die Vernehmlassung des Konzepts läuft bis Ende Dezember. «Auch die Berufsbildung muss darin integriert sein», fordert LDF-Präsidentin Jacqueline Häfliger. Dazu sei auch die Unterstützung der Wirtschaft nötig. ak

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