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Beste Kennzahlen erzielt

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Beste Kennzahlen erzielt

Delegiertenversammlung des Ara-Verband Sensetal

16 Freiburger und 14 Berner Gemeinden des Ara-Verbandes Sensetal werden für das Jahr 2003 weniger belastet, als im Budget vorgesehen. Verantwortlich dafür war, dass weiterhin Klärschlamm der Landwirtschaft zugeführt werden konnte. Doch das ist nur auf den ersten Blick eine gute Nachricht.

Von URS HAENNI

Gerechnet hatte der Ara-Verband Sensetal mit einem Nettoaufwand von 2,511 Millionen Franken, doch dieser wurde um 327 000 Franken unterschritten – umgerechnet 13 Prozent. Man habe mit dem Worst-case-Szenario gerechnet; nämlich dass sämtlicher Klärschlamm zur Verbrennung nach Deutschland hätte gefahren werden müssen, wurde den Delegierten an ihrer Versammlung in Zimmerwald erläutert. Nun habe sich die Situation aber insofern geändert, als dass bis zur Inbetriebnahme der Klärschlammverbrennung im freiburgischen Châtillon Anfang 2006 noch teilweise Klärschlamm in der Landwirtschaft verwertet werden darf.

Dennoch gab der Klärschlamm an der Delegiertenversammlung weiter zu reden. Der Delegierte der Gemeinde Cordast hatte eine Anfrage bei der Zementindustrie gemacht und die Antwort erhalten, wonach dort Klärschlamm weit billiger verwertet werden könnte als bei einer Verbrennung.

6400 Tonnen Klärschlamm jährlich würden neuerdings zwar nicht mehr in Deutschland, sondern in Basel verbrannt, aber der Tonnenpreis beträgt trotzdem 185 Franken. In einer Zementanlage bei Biel würde die Verwertung des Schlamms aber bloss 80 Franken kosten. Der Delegierte rechnete vor, dass der Verband so im Jahr 2005 nochmals 640 000 Franken sparen könnte.

Dem Delegierten wurde von Seiten der Betriebsleitung entgegengehalten, dass die Verwendung in der Zementindustrie betrockneten Schlamm verlange, und eine solche Trockenanlage in Anschaffung und Betrieb zu teuer käme. Ausserdem gelten in der Zementindustrie largere Schadstoffgrenzwerte als in einer Verbrennungsanlage, hiess es. Ara-Präsident Marcel Lehmann versprach aber, die teils widersprüchlichen Angaben nochmals prüfen zu lassen.

Klärschlamm aus
dem Kreislauf nehmen

Mehr Klärschlamm in der Landwirtschaft mag wohl für die verschiedenen Gemeindekassiere eine gute Nachricht sein, doch kann man dies auch differenzierter sehen. In einem Vortrag im Anschluss an die Versammlung berichtete Thomas Kupper von der ETH Lausanne über eine laufende Studie, welche den Zusammenhang zwischen Klärschlamm und organischen Schadstoffen untersucht. Kupper kam zum Schluss, dass Klärschlamm ein Spiegel unserer Gesellschaft ist. Anhand von Duftstoffen, UV-Filtern und Flammschutzmitteln (Verminderung von Brennbarkeit von Materialien) fand das ETH-Team heraus, dass sich diese je nach Exposition auch im Klärschlamm nachweisen liessen. Wenn nun dieser Klärschlamm in der Landwirtschaft wieder eingesetzt wird, dann werden die Schadstoffe ganz einfach wieder in den Kreislauf zurückgeführt. Dass diese organischen Schadstoffe auch für den Menschen belastend sind, dafür gibt es Indizien. Kupper nannte unter anderem Allergien.

Bei einer anderen positiven Kennzahl, nämlich derjenigen des gereinigten Wassers, muss sich der Ara-Verband hingegen kein schlechtes Gewissen machen. Man hat rund 25 Prozent weniger Abwasser reinigen müssen als im Vorjahr und liegt somit klar unter den Grenzwerten. «Für einen Umweltschutzbetrieb ist dies bemerkenswert», sagte Marcel Lehmann. Sein Jahresbericht verschwieg aber auch nicht, dass die Ara wenig dafür kann, sondern der trockene Sommer 2003 dafür verantwortlich ist.

In diesem Jahr wird bei der Ara Sensetal der langjährige Betriebsleiter Toni Fahrni pensioniert. Ab 1. November übernimmt Bernhard Hostettler aus Kleinbösingen diese Aufgabe. Er wurde an der Delegiertenversammlung vorgestellt.

Genereller Entwässerungsplan

Ebenfalls vorgestellt wurde der aktuellen Stand der Arbeiten zu einem generellen Entwässerungsplan für den Verband. Es ist dies eine Entwässerungsstrategie auf Stufe Verband. Da die Bauwerke des Verbandes und der Gemeinden besser koordiniert werden sollen, ist dies eine von Verband und Gemeinden geteilte Aufgabe.

Im Moment steht man in der eigentlichen Entwässerungsplanung. Bereits 2003 wurde ein Teil des Kanalnetzes gefilmt; dieses Jahr soll noch der Rest folgen. Im Sommer 2005 sollten die Berechnungen und entsprechenden Massnahmen in einer Dokumentation erfasst sein. Die bisher angefallenen Kosten lassen darauf schliessen, dass das Projekt in der Höhe von rund 700 000 Franken um 24 000 Franken unterschritten werden könnte. Auch bei dieser positiven Nachricht muss sich niemand ein schlechtes Gewissen machen.

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