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Bestechende A-cappella-Werke

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Canta Sense hat das mit «Cantate Domino» betitelte Konzert in der Pfarrkirche Düdingen mit der gleichnamigen Motette von Hans Leo Hassler eröffnet und abgeschlossen. Es war eine eigenwillige Idee, der Thematik innere und äussere Identität zu verleihen. Die mit Präzision und verinnerlichter Demut vorgetragene Komposition gewann durch die Eckwirkung an Überzeugungskraft: «Singet dem Herrn das neue Lied …»

Ein Stachel

Darauf folgte der wohl als Stachel im Strauss gedachte Antipode: Günter Raphaels deutschsprachige Version des «Neuen Liedes». Und der Stachel sass, bei den Ausführenden wie bei den Zuhörern. Dirigent Bernhard Pfammatter hat die Herausforderung nicht gescheut, dem Neuen Lied des 16. Jahrhunderts dasjenige des 20. Jahrhunderts gegenüberzustellen. Der Mut zur Ausreizung der beachtlichen Qualitäten des Ensembles hat sich gelohnt.

Mit den folgenden Werken von Rheinberger, Eccard und Kuhnau wurden die Wogen wieder geglättet. Rheinbergers «Rorate coeli» und «Ave Maria» sind wahre Perlen und strahlen die Ruhe aus, die es für ein ausgewogenes Konzertprogramm braucht.

Nicht als Stachel, aber wohl als Hommage an einen eher randständigen Musiker gedacht, waren die Kompositionen von einem gewissen Liebhold, von dem nur der Name (oder ein Pseudonym?) bekannt ist. Nach J. G. Walther soll er ein rauer Mensch gewesen sein, sich nur «in den Dörfern» aufgehalten und keine Kirche besucht haben. Eine seltsame Biografie für einen Komponisten sakraler Werke. Die Choralbearbeitung «Lobe den Herrn, meine Seele» beginnt mit einer furiosen Einlage des Soprans. Im fliessenden Dreivierteltakt wird die Motette in die weitere Ausgestaltung geschickt, wobei dem Sopran der Cantus firmus zukommt. Die übrigen Stimmen schieben sich abwechslungsweise die Rolle der kolorierten Ausgestaltung der Motive zu; eine Vorform der bei J.S. Bach perfektionierten Gattung.

Glanzvoller Schlusspunkt

Felix Mendelssohn bekannte, teils achtstimmige Motetten «Richte mich Gott und «Jauchzet dem Herrn alle Welt» setzte einen glanzvollen Schlusspunkt unter ein Konzert, das von der Werkwahl und vom Konzept her als vollauf gelungen bezeichnet werden kann. Ein reines A-cappella-Programm zu verwirklichen stellt eine Herausforderung dar, sind doch keine Instrumente da, die allfällige Unebenheiten und stimmliche Trübungen ausbügeln können. Canta Sense hat riskiert und gewonnen. Der ausgewogen besetzte Chor war auf der Höhe seiner Aufgabe und wusste das zahlreich erschienene Publikum zu begeistern.

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