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«Bestimmt möchte niemand die früheren Parzellen zurückhaben»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marc Kipfer

Zu kleine und zu weit voneinander entfernte Grundstücke zusammenzulegen und ihnen eine praktischere Form zu geben – darin liegt der Sinn jeder Melioration. Blicken der frühere Präsident der Bodenverbesserungskörperschaft Ried-Murten, Jakob Mäder, und sein Nachfolger Heinz Gutknecht auf das Grosse Moos, sind sie mit dem Resultat «ihrer» Melioration sehr zufrieden. Früher sei das Land im Grossen Moos zu stark parzelliert gewesen, sagt Gutknecht. Jetzt sei es wesentlich einfacher zu bewirtschaften. Sein Vorgänger Jakob Mäder teilt diese Ansicht: «Es gibt bestimmt keinen Bewirtschafter, der seine früheren Parzellen zurück haben möchte.»

Glücklich mit Sonderzone

Die Gesamtmelioration, die über 9,3 Millionen Franken gekostet hat, war in vielerlei Hinsicht speziell. So war Ried die erste Gemeinde der Schweiz, die für Gewächshäuser einen «Perimeter für diversifizierte Landwirtschaft» eingerichtet hat. «Wir wollten nicht, dass diese Glashäuser im ganzen Moos gebaut werden», sagt Mäder, der die Sonderzone initiiert hatte. Es sei zwar streitbar, was optisch schöner wirke; erschliessungstechnisch habe sich der Schritt aber gelohnt: «Manche dachten, die Fläche sei zu gross bemessen, heute ist sie bereits zu knapp.»

Vorteile sehen die beiden auch im heute weit ausgebauten Netz an Strassen und Flurwegen. «Vorher gab es praktisch keine Belagsstrassen», sagt Mäder. Und Gutknecht gibt zu bedenken, dass jetzt nicht nur die Strassen einfacher zu unterhalten seien. «Auch die Maschinen leiden auf diesen Strassen weniger.»

Ihren Gefallen an der Aufwertung des Grossen Mooses fänden auch Touristen, insbesondere Radfahrer. «Das war zu Beginn nicht geplant», sagt Mäder. Erst mit der Expo sei das Grosse Moos zum Naherholungsgebiet geworden. Auf insgesamt elf Hektaren sind 34 neue Ökoflächen eingerichtet worden, was Touristen ebenfalls entgegenkommt. «Auch wenn es uns damals weh tat, gutes Land dafür herzugeben», wie Mäder sagt.

Das Werk, das die Bodenverbesserungskörperschaft Ried-Murten in den letzten 25 Jahren verwirklicht hat, wird heute mit einer offiziellen Einweihung gefeiert. Obwohl die Arbeiten im Grossen Moos laut den beiden Präsidenten nie zu Ende sein werden, wird die jetzt abgeschlossene Phase würdig markiert: mit einem vier Tonnen schweren Gedenkstein.

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