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Besucher aus der ganzen Welt im Stall

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wunderschön idyllisch liegt der Bauernhof Ulrich in Ober-Maggenberg hoch über Alterswil. Weit schweift der Blick auf die Voralpengipfel rund um den Schwarzsee und die hügelige Landschaft des Senseoberlands. Blumenschmuck in allen Farben ziert den Hof, Kinder fahren munter auf Spielzeugtraktoren umher. Ein Hahn kräht, zwei Gänse schnattern … Hier lässt es sich wirklich gut Ferien machen.

Agrotourismus liegt nach wie vor im Trend. Versucht man auf der gleichnamigen Website eine Übernachtungsmöglichkeit für die kommenden Wochenenden zu buchen, merkt man, wie gut diese ausgelastet sind. Die entsprechenden Kataloge bieten für dieses Jahr 400 Übernachtungsmöglichkeiten an. Die Anzahl der Logiernächte stieg im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf 31 500 Nächte an, wie diesen Frühling gemeldet wurde.

Vom Kind bis zur 90-Jährigen

«Würde ich all die Menschen, die ich in den letzten 23 Saisons kennengelernt habe, besuchen, so wäre ich wohl permanent auf Weltreise», lacht die 68-jährige Annelies Ulrich-Wenger. Stolz präsentiert sie eine grosse Weltkarte, auf der jedes Land, aus dem schon Gäste hier zu Gast waren, gekennzeichnet ist. Dazu gehören unter anderen die USA, Australien, China, Thailand, Brasilien oder Argentinien. Es kommen aber auch Besucher aus der ganzen Schweiz.

Die Alterswilerin und ihr Mann, der 70-jährige Ernst, kennen den Agrotourismus seit Jahren. 1995 haben sie mit ihren Übernachtungen im Stroh begonnen. Vor einigen Jahren kam ein Bed and Breakfast mit sechs Zimmern dazu, das mittlerweile den Drei-Sterne-Standard erfüllt. Ausserdem finden hier oft Anlässe aller Art statt, vom Familienfest über den Hochzeitsapéro bis zum Firmenessen. Den Hof mit Ackerbau und Milchwirtschaft haben die Ulrichs 2012 an die nächste Generation, Markus und Daniela mit ihren vier Kindern, übergeben. Der Tourismus bleibt ihnen aber auch im fortgeschritteneren Alter wichtig. «Am Anfang stand die Idee, sich einen Zusatzverdienst zu schaffen», blickt Annelies Ulrich zurück. «Die Landwirtschaft war damals nicht gerade auf Rosen gebettet.» Ausserdem seien damals die Kinder gerade «am Ausfliegen» gewesen, und die beiden hätten sich nach einer neuen Herausforderung umgeschaut. Das Schlafen im Stroh sei dann schon bald ein Erfolg geworden, der bis heute anhalte. «Vom Kind bis zur 90-Jährigen haben die Leute Freude daran», so Ulrich. «Wir haben Familien, Velofahrer, Turnergruppen oder auch Vereine jeder Art zu Gast.»

Aufmerksam werden die Besucher auf das Angebot über das Internet oder persönliche Empfehlungen. Mittlerweile hätten die Ulrichs auch viele Stammkunden. Aber auch mit der Zusammenarbeit mit dem Freiburger Tourismusverband sind sie sehr zufrieden. Dieser bringe ihnen immer wieder neue Besucher.

Bed-and-Breakfast im Winter

Im Stroh geschlafen wird allerdings nur in der warmen Jahreszeit: vom 1. Mai bis zum 31. Oktober. Den Winter hindurch konzentriert sich die Familie daher ausschliesslich auf den Bed-and-Breakfast-Betrieb. Auf die Frage, wie viele Personen denn in diesem Massenlager aus Stroh Platz haben, sagt Annelies Ulrich: «Ich sage immer: Eine Schulklasse kann hier gut übernachten.»

Tourismusverband

«Von der Alphütte übers Tipi bis zur Besenbeiz»

Schlafen im Stroh, mit den Hühnern ins Bett und mit den Hähnen aufstehen, Träumereien, Naturerlebnisse – Agrotourismus ist im Trend. Auch im Kanton Freiburg gibt es diverse Angebote, wie ein Blick auf die Website des Landwirtschaftlichen Instituts Grangeneuve beweist. Das Spektrum reicht von Ferienwohnungen über Gästezimmer bis zu Gruppenunterkünften, von der Alphütte übers Tipi bis zur Besenbeiz. Auch «Schule auf dem Bauernhof», Stallvisiten und Angebote mit Pferden gehören dazu.

«Agrotourismus ist wirklich populär, und man ist immer wieder überrascht, wie viele verschiedene Angebote es im ganzen Kanton gibt», sagt Pierre-Alain Morard, Direktor des Freiburger Tourismusverbands. «Dieser Sektor ist für uns sehr wichtig.» Es handle sich freilich in der Regel um eher kleinere Anbieter mit einem bis zwei Doppelzimmern oder einem Gästezimmer für fünf Personen.» Diese Art, Landwirtschaft und Tourismus zu verbinden, passe sehr gut zum Kanton Freiburg. Denn der primäre Sektor sei hier immer noch sehr wichtig, und der Tourismus biete den Betrieben auch eine wirtschaftliche Möglichkeit zur Diversifizierung, indem ein Zusatzverdienst möglich wird. Oft würden die Angebote aber – im Unterschied etwa zu dzin.ch (FN vom 12. August) – nicht über den Tourismusverband, sondern mittels direktem Kontakt gebucht. Das macht Morard aber nichts aus, denn letztlich sei das Buchungswesen auch ein Zusatzaufwand für den Verband. Eigentliche Kontrollen zur Qualitätssicherung gebe es allerdings nicht. Aber der Verband schlage den Anbietern entsprechende Weiterbildungskurse vor. Er sei auch bestrebt, diese Angebote mit der Vermarktung regionaler Produkte zu verbinden.

jcg

 

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