Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Besucher mochten auch ‹Swing in the Rain›»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Every ­time it rains, it rains pennies from heaven», sang US-Jazz-Sängerin Billie Holiday in den 1930er-Jahren: Jedes Mal, wenn es regne, regne es Sterntalern gleich Münzen vom Himmel. Man müsse nur den Schirm verkehrt herum halten, um sie aufzufangen. Diesem Rat hätten auch die Besucher des Festivals Swing in the Wind in Estavayer-le-Lac folgen können. Nach einem trockenen Eröffnungsabend am Donnerstag folgten vor allem am Freitag teilweise heftige Regenschauer. Die nassen Tische und Bänke der nicht immer überdachten Festwirtschaften luden nur wenig zum Verweilen ein, so dass sich die Jazzfans in den Restaurants oder auf ihren gedeckten Terrassen verköstigten oder ihre Menüs vom Foodtruck in Kircheneingängen und unter den Lauben verzehrten. Bei solchen Wetterbedingungen muss man erfinderisch sein.

Barfuss mit Charme und Orgel

Wenn das Wistenlacher Festival Vully Blues und das ehemalige Freiburger Festival Jazz Parade ein gemeinsames Kind hätten, würde es wohl «Swing in the Wind» heissen. Wie etwa am Vully Blues gab es in der ganzen Altstadt verteilte Bühnen, allerdings nicht wie in Praz in Weinkellern, sondern wie an der Jazz Parade unter freiem Himmel. Die Initialzündung zum Festival von Estavayer kam vom lokalen Tourismusbüro: Um das Stadtzentrum im Sommer zu beleben, hatten Mitarbeitende die Idee, Jazzkonzerte zu veranstalten. Der Gedanke stiess beim jazzbegeisterten Dominique Gutknecht, dem späteren Gründer und Direktor des Festivals, auf offene Ohren.

Das war vor zehn Jahren: Seit 2007 findet Swing in the Wind nun in der pittoresken Altstadt statt. Sieben Bühnen luden von Donnerstag bis Samstag zum Musikgenuss ein: Dabei gab es über 30 Konzerte verschiedenster Jazz-Stile mit insgesamt 135 Musikerinnen und Musikern. Die Strassenkonzerte waren kostenlos; einzig die Abende mit den Headlinern im Zelt waren kostenpflichtig. Die Ticketpreise waren allerdings moderat: 18 Franken kostete etwa ein Sitzplatz in der billigeren Platzkategorie – und dies für bis zu drei Konzerte.

Headlinerin am Samstag war Jazzlegende Rhoda Scott. Bei manchen Menschen kann man nicht anders, als sie sofort in sein Herz schliessen – so die 79-jährige Hammond-Organistin. Ihr Markenzeichen: Das barfüssige Spielen der Orgel, daher auch ihr Übername «Bare­foot-Lady». Mit sieben Jahren begann die Pastorentochter aus New Jersey ihr Instrument zu lernen. Mit lässigem Spiel, witzigen Sprüchen und ihrem Charme verzauberte Scott das Publikum. «Meine Hammond-Orgel ist Vintage, so wie ich», sagte sie lachend. Weiter traten der Freiburger Jazzpianist Thierry Lang am Donnerstag sowie der bekannte französische Sinti-Jazz-Gitarrist Biréli Lagrène am Freitag auf. Seinem virtuosen Gitarrenspiel zollten die Zuschauer mit Standing Ovation Respekt.

Zahlen

«Die beste Ausgabe überhaupt»

«Wir haben mit rund 7000 Besuchern den Rekord gebrochen», sagte Direktor Dominique Gutknecht auf Anfrage. In den Vorjahren seien zwischen 5000 und 6000 Zuschauer an das Festival Swing in the Wind gekommen. «2017 war die beste Ausgabe überhaupt.» Trotz zeitweisem Wetterpech: «Die Besucher mochten offenbar auch ‹Swing in the Rain›», fügte er schmunzelnd an. Dieses Jahr habe ein grösseres Budget für die Künstlergagen zur Verfügung gestanden: 80 000 Franken von einem Gesamtbudget von 140 000 Franken. Zu den Zuschauerzahlen an den bezahlpflichtigen Konzerten im Zelt mit 400 Sitzplätzen konnte er keine Angaben machen. Sie seien jedoch gut besucht gewesen. Am gefragtesten war der Samstagabend mit Organistin Rhoda Scott.

ea

 

Meistgelesen

Mehr zum Thema