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Betreutes Wohnen erträgt keinen Aufschub

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Für Grossrätin Ursula Krattinger-Jutzet (SP, Düdingen) ist die Antwort des Staatsrates auf das von ihr und René Thomet (SP, Villars-sur-Glâne) eingereichte Postulat «Geschützte Wohnungen für Betagte» «mager, enttäuschend und vertröstend».

Mager ist die Antwort für Krattinger, weil sie kaum konkrete Massnahmen enthalte, enttäuschend, weil von «geschützten» statt «betreuten» Wohnungen die Rede ist, und vertröstend, weil der Staatsrat den entsprechenden Bericht erst im Rahmen des Konzeptes «Senior+» präsentieren will.

Zumindest den letzten Punkt korrigierte der Grosse Rat gestern. Mit 47 Stimmen vor allem von SP- und SVP-Seite gegen 45 Stimmen verlangt der Rat, dass der Staatsrat innerhalb der vorgesehenen Frist von einem Jahr einen Bericht vorlegt.

André Schneuwly (Freie Wähler, Düdingen) sagte stellvertretend für andere Grossräte: «Der Bericht soll so schnell wie möglich erscheinen, bevor noch mehr Projekte für Pflegeheime lanciert werden.»

Staatsrätin Anne-Claude Demierre vertrat hingegen den Standpunkt, dass betreutes Wohnen in einem grösseren Zusammenhang studiert werden müsse. Weitere Formen, die ein längeres Wohnen zuhause erlaubten, müssten berücksichtigt werden. Nur so könne ein Bericht kohärent sein. Sie sagte auch, es bestehe keine Gefahr, dass die Zahl der Pflegeheime in der nächsten Zeit explodiere. Zum Konzept «Senior+» sagte Demierre, dass die Vernehmlassung zu Ende gehe und dass das Konzept allgemein gut aufgenommen worden sei. Jetzt müssten noch ein Aktionsplan und eine Prioritätenliste folgen.

Mit der Forderung nach einem baldigen Bericht des Staatsrates wollen die Postulanten und die Grossräte allerdings nicht nur Massnahmen, sondern ganz allgemein eine Definition sehen, was betreutes Wohnen überhaupt ist. Diesbezüglich herrscht nämlich im Kanton Freiburg Wildwuchs. Wie Roland Mesot (SVP, Châtel-St-Denis) meinte, könne sogar ein Hauswart, der eine Glühbirne einschraube, von betreutem Wohnen sprechen. Markus Ith (FDP, Murten) verlangte auch, dass der Bericht unbedingt die Rolle von privaten Anbietern prüft.

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