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Bewährungsprobe für den Back-up

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Das Experiment, ohne eine klare Nummer 1 in das Championat zu gehen, scheiterte letzte Saison grandios. In Konkurrenz mit Melvin Nyffeler präsentierte sich Benjamin Conz verunsichert. Die ständigen Wechsel zwischen den Pfosten schlugen sich negativ auf die Leistungen des Jurassiers aus. Erst als Trainer Gerd Zenhäusern konsequent auf den Jurassier setzte, stabilisierte sich Conz, der anschliessend massgeblich dazu beitrug, dass die Freiburger die Klasse problemlos halten konnten. Für den extrovertierten Nyffeler kam auf diese Saison hin der zurückhaltende Reto Lory–als klare Nummer 2.

Training und Spiel nicht das Gleiche

Das in ihn gesetzte Vertrauen zahlt Conz seither mit Leistung zurück. Für Lory sind Einsatzminuten deshalb Mangelware. «Ich wusste, dass ich die Nummer 2 sein werde. Ich wusste aber auch, dass wir mit dem Cup, der Champions Hockey League und der Meisterschaft viele Spiele haben werden und für mich damit die Chance grösser ist, spielen zu können», sagt der 27-jährige Berner. Während Lory in der Meisterschaft noch keine Sekunde auf dem Eis gestanden hat–«Wenn es läuft, dann ist es schwierig, etwas zu ändern, und man will es logischerweise auch nicht»–, kam er je einmal in der Champions League (in zwei Dritteln gegen Lulea ohne Gegentreffer) und im Cup (3:1-Erfolg im Sechzehntelfinal in Lyss) zum Einsatz. Heute erhält er in Lausanne eine weitere Chance, um sich zu beweisen.

«Für mich ist das der erste richtige Härtetest. Ich hoffe, dass ich ihn bestehe und der Mannschaft zum Sieg verhelfen kann.» Training und Match seien zwei verschiedene Paar Schuhe, «darum ist es immer wichtig, Spielpraxis zu erhalten». Das war auch der Grund, weshalb Lory am Sonntag für eine Partie zu seinem Ex-Club Martigny zurückkehrte. Gegen Winterthur verzeichnete er im Kasten des Partnerteams der Freiburger beim 2:1-Sieg eine Fangquote von 96 Prozent.

 Überhaupt hat Lory an seine Zeit im Wallis nur gute Erinnerungen. In den beiden letzten Jahren in Martigny gehörte er mit im Schnitt 2,7 Gegentoren pro Spiel zu den besten Goalies der NLB. Trotzdem entschloss er sich im Sommer dazu, das Angebot, eine Saison als Ersatzgoalie von Gottéron zu spielen, anzunehmen. «Ich bin keine 20 mehr. Schlussendlich war es für mich wohl eine der letzten Möglichkeiten, um in die NLA zu kommen. Sicher, ich hatte zuletzt zwei gute Jahre in der NLB, und doch war es der richtige Zeitpunkt, um es eine Stufe höher zu probieren.»

Lory, der 2008 mit den GCK Lions den Schweizer Meistertitel bei den Elite-A-Junioren feiern konnte, nachdem er zuvor beim SCB gewesen war, bereut diesen Schritt nicht. «Bis jetzt habe ich nur gute Erfahrungen gemacht.» Er schätze die Zusammenarbeit mit Goalie-Trainer David Aebischer. Und auch das Verhältnis zu Conz ist sehr gut. «Klar, wir sind auf eine gewisse Art und Weise Konkurrenten. Aber für mich ist immer wichtig, dass man es auch neben dem Eis gut zusammen hat. Mit Benji ist das der Fall.»

«Bin ich gut genug?»

Etwas Zeit habe es benötigt, um sich an die höheren Anforderungen der NLA zu gewöhnen. «Das Spieltempo ist dabei nicht einmal der grösste Unterschied zur NLB. Was anders ist, sind die Pass- und Schussqualität.» In den ersten Trainings mit Gottéron habe er sich gefragt, ob er wirklich gut genug sei. Diese Zweifel legten sich jedoch schnell. Lory hofft nun, dass er im Saisonverlauf noch weitere Möglichkeiten erhält, unter Beweis zu stellen, dass er durchaus die Klasse für die NLA mitbringt. Eine starke Leistung heute im Cup-Spiel in Lausanne wäre ein erstes starkes Zeichen dafür. «Unmittelbar vor Spielbeginn werde ich bestimmt nervös sein. Es bringt aber nichts, sich Druck zu machen.»

 

Vorschau: Mauldin fehlt heute im Cup-Achtelfinal in Lausanne

L etztes Jahr schieden die Freiburger im Cup-Achtelfinal zu Hause gegen Ambri-Piotta aus und waren darüber nicht wirklich unglücklich. Nach dem schlechten Saisonstart mit Trainerwechsel und vielen verletzten Spielern hatte Gottéron andere Sorgen. Heute (19.45 Uhr) steht für das Team von Gerd Zenhäusern in Lausanne wiederum ein Achtelfinal an. Und neuerlich stellt sich die Frage, was für einen Stellenwert dieser Wettbewerb für die Freiburger hat. «Die Meisterschaft und das Erreichen der Playoffs haben Priorität», sagt der Gottéron-Trainer, «aber wie in jedem anderen Spiel wollen wir am Mittwoch auch in Lausanne gewinnen.»

Anders als noch in der ersten Runde beim 1.-Ligisten Lyss wird Gottéron heute mit der mehr oder weniger bestmöglichen Equipe antreten. Sicher geschont wird der angeschlagene Greg Mauldin. Gut möglich, dass auch John Fritsche eine Pause erhält. Und im Tor wird statt Benjamin Conz Ersatz Reto Lory stehen.

Viel grösseren Handlungsspielraum hat Zenhäusern sowieso nicht, weil auch bei den Elite-Junioren der eine oder andere Spieler angeschlagen ist. So war etwa der Verteidiger Andrea Glauser gestern krankgemeldet. Sollte er sich rechtzeitig erholen, wird er wie Stürmer Nathan Marchon die Reise nach Lausanne mitmachen. Wahrscheinlich ist ausserdem, dass Pierrick Pivron nach einer Schulterverletzung sein Comeback mit Gottéron geben wird, nachdem er bei Martigny bereits eingesetzt wurde.

Verletzt sind Marc Abplanalp, Andrei Bykow, Jérémie Kamerzin sowie Michael Loichat. fs

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