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«Bewegung ist die beste Prävention»

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Diabetesberaterin Claudia Huber über Verbreitung und Prävention der Krankheit

Autor: Mit CLAUDIA HUBER sprach KARIN AEBISCHER

In der Schweiz steigt die Zahl der Diabetes-Erkrankungen stetig an. 500 000 Personen, also sechs Prozent, sind heute von der Krankheit betroffen. Für 2025 werden 12,6 Prozent prognostiziert. Wieso diese Zunahme?

Der Diabetes-Typ 2 ist bedingt durch einen heutzutage weit verbreiteten Lebensstil mit häufig sitzenden Tätigkeiten und die genetische Veranlagung. Zu energiereiche, unausgewogene Ernährung und mangelnde Bewegung führen zu Gewichtszunahme und sind damit der Hauptgrund dafür, dass dieser Typ von Diabetes dramatische Dimensionen angenommen hat. Alle zehn Sekunden stirbt auf der Welt eine Person an den Spätfolgen von Diabetes. Patienten des Diabetes-Typ 1 leiden an Insulinmangel. Auch dieser Krankheitstyp tritt immer häufiger auf. Die genauen Ursachen sind jedoch nicht bekannt.

Was muss im Kampf gegen die Krankheit getan werden?

Es ist wichtig, dass vor allem bei Kindern und Jugendlichen Präventionsarbeit in Bezug auf gesunde Ernährung und mehr Bewegung geleistet wird, dort ist sie am griffigsten. Die Präventionsarbeit übersteigt jedoch die Möglichkeiten allein der medizinischen Fachleute, so dass verschiedene Spezialisten interdisziplinär auf ein Ziel hinarbeiten sollten.Eine wichtige Massnahme ist zum Beispiel die UN-Resolution, in welcher der Welt-Diabetes-Tag unter die Aufsicht der Vereinten Nationen gestellt wurde.

Welches ist das Ziel der UN-Resolution?

Es soll eine weltweite Aufmerksamkeitskampagne gestartet werden, da Diabetes heute gelindert oder gar verhindert werden kann, wenn es früh erkannt wird. Einmal aufgetreten, kann Diabetes heute noch nicht geheilt werden. In der UN-Resolution, die am 20. Dezember 2006 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet worden ist, kommt der Verstärkung des öffentlichen Bewusstseins über Diabetes und dessen mögliche Spätfolgen grosse Bedeutung zu. Die Prävention, Behandlung und Pflege sollen verbessert und koordiniert werden.

Der Welt-Diabetes-Tag existiert seit 1991. In diesem Jahr steht er zum ersten Mal unter der Aufsicht der Vereinten Nationen. Was können diese bewirken?

Der UN-Generalsekretär ruft alle 192 Mitgliedstaaten dazu auf, in ihren Ländern auf Diabetes aufmerksam zu machen und ermutigt sie, ihre Handlungen in Bezug auf dieses Problem national zu planen.Am 14. November, dem Welt-Diabetes-Tag, sind weltweit über 350 Aktionen organisiert. Auf der ganzen Welt werden 177 wichtige Gebäude oder Sehenswürdigkeiten blau beleuchtet sein. In New York zum Beispiel wird das Empire State Building blau beleuchtet und in Sydney das Opernhaus. In der Schweiz werden der Jet d’eau in Genf, das Schloss in Morges und die St.-Mauritius-Kirche in Zermatt blau beleuchtet sein. Auch die Stadt Freiburg wurde angefragt. Doch der Antrag, das Rathaus blau zu beleuchten, wurde leider abgelehnt.

Wieso Blau?

Die Farbe Blau wurde deshalb gewählt, weil die UN-Resolution auf die Initiative «Unite for diabetes» der Internationalen Diabetes-Föderation (IDF) zurückzuführen ist und die IDF die Initiative durch einen blauen Kreis symbolisiert hat.

Seit 2001 sind Sie nebst der Tätigkeit als Diabetesberaterin auch Vorstandsmitglied der Europäischen Berufsorganisation der Diabetespflegefachpersonen. Wieso Ihr grosses Engagement?

Ich habe ursprünglich eine Ausbildung zur Pflegefachfrau absolviert. Durch familiäre Betroffenheit wurde ich mit Diabetes konfrontiert und habe eine grosse innere Motivation entwickelt, mich für die Betroffenen einzusetzen.Im Jahr 2004 habe ich mich selbstständig gemacht und führe seither in Düdingen eine Fachstelle für Diabetesberatung.

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