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«Bezirksspital Merlach ist nicht teurer»

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«Bezirksspital Merlach ist nicht teurer»

Spitalverband des Seebezirks zur Fallkosten-Analyse der Gesundheitsdirektion

Die Arbeitsgruppe Spitalplanung des Gemeindeverbandes und des Spitalverbandes des Seebezirks kritisiert die Schlussfolgerungen der Gesundheitsdirektion bezüglich den Fallkosten am Bezirksspital Merlach.

Kürzlich hat die Gesundheitsdirektion des Kantons Freiburg eine Statistik vorgestellt, in der die Fallkosten im Spital Merlach mit denjenigen in anderen Freiburger Spitälern verglichen wurden. Dabei wurde nicht auf die wirklichen, ausgewiesenen Fallkosten abgestellt, sondern für das Spital Meyriez hypothetische (so genannt gewichtete) höhere Fallkosten angenommen. Dies deshalb, weil im Spital Meyriez – gemäss dieser Statistik – vorwiegend leichtere Fälle behandelt werden und die Fallkosten nach der Schwere der Fälle anzupassen sind.

Die Arbeitsgruppe Spitalplanung kommt zum Schluss, dass die Schlussfolgerungen der neuen Statistik nicht haltbar sind und dass im Vergleich der verschiedenen Spitäler ein völlig verzerrtes Bild wiedergegeben werde. Die Statistik basiere auf selbst deklarierten Zahlen der Spitäler. Die Codierung, mit der die Schwere eines Falls festgehalten wird, sei aber nicht überall in gleicher Weise erfolgt. In gewissen Bereichen, z. B. beim Auftreten von Komplikationen, bestehe ein erheblicher Ermessensspielraum, heisst es in der Medienmitteilung.

Eine Durchsicht der Statistik zeige, dass bei Merlach nur gerade in 2,1 Prozent der Fälle Komplikationen erfasst seien, während in den mit Meyriez verglichenen Spitälern diese Rate zwischen 13,1 Prozent (Tafers) und 35,8 Prozent (Hôpital du Sud Fribourgeois) liege, hält die Arbeitsgruppe fest. Ebenso falle auf, dass in Merlach durchschnittlich nur 1,24 Diagnosen pro Fall erfasst seien, während dieser Wert bei den Vergleichsspitälern zwischen 1,86 (Tafers) und 4,34 (Spital des Südens) liege. «Diese Unterschiede haben sehr wenig mit unterschiedlicher Fallschwere, aber sehr viel mit unterschiedlicher Codierung zu tun», ist die Arbeitsgruppe überzeugt. «Dass im Spital Meyriez weniger detailliert codiert wird, ist nicht zuletzt auch durch die (vom Kanton knapp gehaltene) Personaldotation begründet.»

In der Medienmitteilung wird auch darauf hingewiesen, dass für Merlach in der Statistik vor allem die Geburten als sehr einfach gewertet werden. «Im Vergleich mit Tafers werden da Äpfel mit Birnen verglichen, hat doch Tafers keine Geburtenabteilung», wird festgehalten. «Würden für Merlach die Werte der Geburtenabteilung in der Statistik weggelassen, so wäre der Durchschnitt von Merlach (und damit die «Fallschwere») sofort viel höher. Und würden die entsprechenden Werte der Geburtenabteilung bei Tafers eingefügt, so würde dieses Spital eine entsprechend tiefe durchschnittliche Fallschwere ausweisen», hält die Arbeitsgruppe fest.

Der Bereich der Geburtenabteilung zeige, dass die Statistik auf fehlerhaftem Zahlenmaterial beruhe: Für Merlach werde eine massiv tiefere Zahl operativer Geburten (Kaiserschnitt) ausgewiesen als in anderen Freiburger Spitälern, was den sehr tiefen Wert für die Fallschwere erkläre, heisst es in der Medienmitteilung. «Diese Zahlen treffen so nicht zu. Selbst wenn sich aber die Frauen in Meyriez bei den Geburten tatsächlich weniger operieren liessen, so wäre es unverständlich, wenn das Spital wegen einer solchen Kosten schonenden Praxis bestraft würde», wird kritisiert.
Zum Schluss weisen die Spitalverantwortlichen darauf hin, dass die Fallkosten der Akutversorgung in Merlach im Vergleich mit den andern Spitälern des Kantons zu den tiefsten gehören. Das sei auch mit den Zahlen von Santésuisse belegt. Sie kritisieren, dass in der Einleitung zur neuen Statistik vor voreiligen Interpretationen gewarnt werde, die Gesundheitsdirektion aber genau diesen Hinweis missachtet habe. FN/Comm.

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