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Biber bauen Dämme an der Bibera

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Autor: Helene Soltermann

Jeuss Beat Mathys beschäftigt sich derzeit oft mit dem Biber. An der Bibera habe er in der letzten Zeit vier Biberdämme räumen müssen, sagte er am Mittwochabend an der Delegiertenversammlung des Wasserbauunternehmens Bibera. Mathys ist zuständig für die Aufsicht des oberen Bachstücks: Stauen die Biberdämme das Wasser und steigt der Pegel dadurch zu hoch an, wird er auf den Plan gerufen. Beat Mathys entfernt die Dämme, damit der Wasserpegel wieder sinkt.

Wie viele Biber derzeit zwischen der Quelle in Courtepin bis Cressier am Werk sind, weiss Mathys nicht. Am Anfang sei es ja schön, wenn der Biber zurückkehre. «Aber langsam geht uns der Biber ins Geld.» Ein Damm zu räumen, koste sofort 2000 bis 3000 Franken. Das gestaute Wasser verstopfe den Landwirten die Drainagen und unterspüle ganze Wegabschnitte. Wenn schwere Traktoren über solche Wege fahren, könnte der Weg einbrechen. Dies berge eine hohe Unfallgefahr.

Ueli Minder, Präsident des Wasserbauunternehmens Bibera, doppelte nach: Es drohe eine Versandung von grossen Gebieten, sagte er an der Versammlung. «Die Gemeinden werden nicht bereit sein, für die Schäden immer tiefer ins Portemonnaie zu greifen.» Für Minder ist klar: «Die, die den Biber schützen, sollen auch dafür zahlen.»

Der Kanton kommt bereits jetzt für Biberschäden auf. Darauf machte an der Versammlung Jean-Claude Raemy vom kantonalen Tiefbauamt aufmerksam. Das Amt für Wald, Wild und Fischerei bezahle direkte oder indirekte Schäden an der Landwirtschaft, erklärte er. Zudem subventioniere der Kanton beim oberen Abschnitt der Bibera 30 Prozent der Unterhaltsarbeiten. «Nicht gedeckt sind aber Schäden an Infrastruktur wie etwa Strassen oder Drainagen», sagte Raemy.

Mit den steigenden Kosten rund um die Biberdamm-Entfernungen will das Wasserbauunternehmen Bibera nun an den Gemeindeverband des Seebezirks gelangen. Minder erhofft sich, dass der Gemeindeverband mehr Gehör findet, um sich bei Kanton und Bund für eine finanzielle Kostenbeteiligung einzusetzen.

Studien sind am Laufen

Für Überschwemmungen an der Bibera sorgen nicht nur die Biber, sondern auch Unwetter. Damit die Anwohner der Bibera künftig besser vom Hochwasser geschützt sind, laufen derzeit zwei verschiedene Studien (die FN berichteten). Mit einer Studie sollen die Massnahmen und die Kosten für den Hochwasserschutz in Ulmiz vorangetrieben werden, mit der anderen Studie wird der Hochwasserschutz und die Revitalisierung im Grossen Moos angestrebt.

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