Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Bilder sind ausgereift»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Untertitel:

Autor: Von IRMGARD LEHMANN

Viel Volk drängte sich am Samstag anlässlich der Vernissage in die kleine Galerie «art et cadres» an der Pierre-Aeby-Gasse in Freiburg. Der Künstler seinerseits stand etwas scheu abseits – wohl etwas überrascht, dass sein Werk auf so grosses Echo stösst. «Seine Bilder haben so viel Atem», sagt ein älterer Herr. «Und wunderbar dieser Himmel». Bei den rund 25 Werken von Mustafa Parmaksiz nimmt der Himmel tatsächlich viel Platz ein. In vielen Varianten ist er auf den farbenfrohen Bildern festgehalten. Mit Ölkreide hat der junge Mann, der mit seinen türkischen Eltern seit rund 15 Jahren in der Schweiz lebt, japanische Kurzgedichte illustiert.

Einmal pro Woche im Atelier

Der leichtbehinderte Mustafa arbeitet in der Geschützten Werkstatt «La Gérine» in Marly. Doch einmal pro Woche kann er im Atelier «Créahm» (Créativité et Handicap mental) im Boxalareal von Freiburg malen. «Wir sind keine Schule und geben daher auch keine Impulse», sagt der Betreuer und Kunstmaler Ivo Vonlanthen. So habe auch Mustafa nach einem sechsmonatigen Praktikum seine Bilder ohne jegliche Anleitung geschaffen. Nachdem er sich für ein Gedicht entschieden habe, hätte Mustafa zügig gezeichnet und dann mehrere Tage mit Farbe am Bild gearbeitet. «Mustafas Bilder sind sehr ausgereift.»

Ohne Subventionen

Die Bilder zu je 450 Franken werden zum Verkauf angeboten. Der Erlös – der Künstler erhält 20 Prozent – geht an die Institution Créahm.

Gegenwärtig arbeiten 12 Personen im Malatelier Créahm. Die Kunstschaffenden Ivo Vonlanthen und Gisèle Ponzet betreuen die Leichtbehinderten und geben wenn nötig technische Hilfestellung.
Träger des Malateliers ist ein Verein. Mit dem Ziel, durch Ausstellungen und kulturelle Kontakte den Outside-Künstlern Anerkennung zu verschaffen, wurde der Verein vor fünf Jahren gegründet.
Letztes Jahr konnte das Atelier für die Geschützte Werkstätte in Schmitten ein «Kunst-am-Bau»-Projekt realisieren. Für das kommende Jahr liegt ein weiterer Auftrag vor.
Da keine staatlichen Subventionen fliessen, ist der Verein für die Aufrechterhaltung des Ateliers auf Spenden angewiesen.

Mehr zum Thema