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«Bim Wätter rùmplets und ggùggerets»

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Überraschendes Senslerdeutsch

Natürlich kennen die Sensler ebenso viele Wörter rund ums Wetter wie andere Dialektsprecher. Sie haben ja das gleiche Klima wie die Welschen und die Berner. Aber manchmal sind die Wörter zum Beschreiben des Wetters halt doch ganz anders.

Rùmple ist so ein Wort, das die meisten Deutschschweizer kennen: Wenns rumpelt, «poltert, dröhnt oder lärmt etwas dumpf». Rund ums Wetter passt dieses Geräusch perfekt zum Donnern bei Gewittern. Aber einzig die Sensler sind auf die Idee gekommen, für «donnern» auch rùmple zu brauchen.

Ggùgger statt Hagù

Feiner abgestuft war der Wortschatz früher rund um den Hagel. Heute heissts sehr häufig global «es het ghaglet». Dabei ist Hagel hart, klar und gross, Graupel hingegen weich, weiss und aufgeraut. Ein klarer Unterschied. Für häufiges «Graupeln» sagen die Sensler ggùggere, der Graupel ist de Ggùgger. Das dürfte zum Berner Oberländer Wort Gugger «Zigerteilchen beim Käsen; Stückchen in gerinnender, saurer Milch» gehören. Dieser Gugger dürfte gemäss Schweizerischem Idiotikon mit dem Gùgger «Kuckuck» verwandt sein. Es ist aber nicht klar, ob wegen der weissen Punkte des Vogels oder wegen des Dämonischen, das dem Kuckuck nachgesagt wird. Er könnte ja die bröckelige Milch verhext haben.

chs

Christian Schmutz, Autor des «Senslerdeutschen Wörterbuchs» hat vor kurzem sein neues Buch «Gang ga ggùgge» herausgegeben. In einer FN-Serie erklärt er Überraschungen im Wortschatz der Sensler. Und so klingt es: www.freiburger-nachrichten.ch/videos

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