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Bin ich bloss vergesslich, oder steckt mehr dahinter?

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Kennen Sie das auch? Manchmal kommt mir ein Gedanke, der sich, kaum aufgetaucht, in nichts auflöst, sich nicht mehr fassen lässt. Bisweilen gehe ich in die Küche oder ins Bad, und kaum bin ich dort, erinnere ich mich nicht mehr daran, was ich wollte oder brauchte.

Dann frage ich mich: Ist das dem Alter geschuldet oder lediglich Gedankenlosigkeit? Muss ich mich sorgen, bräuchte ich dringend einen Arzt, umfangreiche Abklärungen, Gehirnscans, Tests? Und unausweichlich kommt mir der Film «The Father» in den Sinn, den ich kürzlich gesehen habe.

Anthony Hopkins ist fraglos ein brillanter Schauspieler, und in diesem Film wird er seinem Ruf mehr als nur gerecht.  Im Kino sassen mehrheitlich Zuschauer über 50. Der Film ist beklemmend, bedrückend, verstörend, und als am Schluss der Abspann über die Leinwand flimmerte, blieben alle Zuschauer eine ganze Weile regungslos, stumm und wie erschlagen sitzen.

Hopkins spielt einen an Alzheimer erkrankten Vater, um den sich dessen Tochter Anne kümmert. Viele Szenen sind aus der Wahrnehmung des Kranken gedreht. Welche Szenarien sind real, was erlebt er in einem Paralleluniversum, was ist Halluzination? Uns «Gesunden» eröffnet dieser Film Einblicke in die möglichen Empfindungen eines Demenzkranken, wie sie eindrücklicher wohl nicht vermittelbar sind.

Beim Wort Demenz und Alzheimer zucken wohl alle älteren Menschen kurz innerlich zusammen. Diese schleichend fortschreitende Erkrankung macht Angst. Es muss sich anfühlen, als verliere man allmählich sein gelebtes Leben, seine Persönlichkeit, seine Erfahrungen, seine Geschichte. Wie fühlt es sich an in dieser «Anderswelt»? Sind dort Schmerz und Trauer oder lebt man sorglos in einem fröhlichen, bunten Land? Und was ist schwerer zu ertragen: selber an Alzheimer zu erkranken oder zuschauen zu müssen, wie sich ein nahestehender Mensch langsam, aber unaufhaltsam von uns entfernt?

Wir wünschen uns Gesundheit, möglichst für immer. Wir beschäftigen uns nicht gerne mit den Gedanken an Krankheit und Sterben. Doch gerade diese Themen gilt es zu diskutieren, solange man dazu in der Lage ist. Will ich meinen Angehörigen das Versprechen abringen, bis zuletzt für mich zu sorgen, um mir einen Spitalaufenthalt oder zumindest das Altersheim zu ersparen? Oder halte ich meine Kinder dazu an, sich dem eigenen Leben zuzuwenden und es nicht meiner Bedürfnisse wegen hintenan zu stellen?

Hält man sich unter Umständen den Ausweg in einen selbstbestimmten Tod mit Exit offen oder vertraut man bedingungslos auf Ärzte oder lieber auf Gott? Will man seine Organe spenden oder beabsichtigt man gar, seinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen? Wünscht man eine Erd- oder Feuerbestattung, soll ein Mausoleum errichtet oder die Asche dem Wind übergeben werden?

Wenn ich meinen Nächsten das Loslassen und den Abschied erleichtern will, überlege ich mir meine diesbezüglichen Hoffnungen und Wünsche, solange Geist und Körper intakt sind. Ich halte sie schriftlich fest, bespreche meine Erwartungen mit meiner Familie und engsten Freunden, denn ich glaube, dass dieses Wissen ihnen später einmal, wenn sie für mich, über mich, entscheiden müssen, Frieden schenken kann.

Auch wenn es zweifelsohne erfreulichere Gesprächsthemen gibt, dürfen Krankheit und Tod keine Tabuthemen sein, schliesslich betreffen sie uns alle. Darüber zu sprechen, schafft Klarheit und bildet Vertrauen. Sind diese Punkte erst einmal erörtert, kann man sich erleichtert und gar ein bisschen befreiter wieder den heitereren Seiten des Lebens zuwenden. Von diesen gibt es ja zum Glück jede Menge, und spätestens jenseits der Pensionierung wird man hoffentlich wieder die Musse haben, diesen Bereichen viel, wirklich viel Zeit zu widmen!

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