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Bisherige Gemeinderäte müssen zittern

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Im Gemeinderat von Alterswil sind momentan fünf Parteien vertreten: Die CSP stellt zwei Gemeinderatsmitglieder, die SP und die CVP je drei und die SVP hat einen Sitz inne. Mit den Wahlen vom 28. Februar könnte sich diese Sitzverteilung ändern–dies, obwohl alle neun bisherigen Mitglieder der Exekutive wieder antreten. Das Zünglein an der Waage könnte einmal mehr die SVP sein, die mit einer gemeinsamen Liste mit der FDP antritt. Durch die Proporzwahl könnte diese Allianz für eine Abwahl von bisherigen Gemeinderatsmitgliedern sorgen. Das hatte schon bei den Wahlen von 2011 so funktioniert: Damals hatte die SVP, die mit zwei Kandidaten zu den Wahlen antrat, zwei Sitze gemacht, obwohl der eine Kandidat weniger Stimmen erreicht hatte als der Mitbewerber der CVP. Das hatte dieser damals den vierten Sitz gekostet.

SVP will Sitz zurück

Die SVP und die FDP stellen auf ihrer gemeinsamen Liste je zwei Kandidaten, SVP-Vertreter Friedrich-Peter Roth ist der einzige Bisherige. «Unser Ziel ist es, die beiden Sitze, die wir Anfang dieser Legislatur innehatten, wieder zurückzugewinnen», sagt SVP-Präsident Marcel Aebischer. Seine Partei war vor fünf Jahren erstmals angetreten und musste kurz nach dem grossen Wahlerfolg einen Rückschlag in Form der Demission eines Gewählten verkraften. «Es gab damals einen Linksrutsch, jetzt ist es Zeit, dass die Bürgerlichen wieder punkten.» Am liebsten sähe er zwei SVP-Mitglieder oder aber einen SVP- und einen FDP-Kandidaten gewählt. Das Gedankengut sei das Gleiche, deshalb mache die Zusammenarbeit Sinn, es sei eine Win-win-Situation. Dies bestätigt auch Fritz Burkhalter, Präsident der FDP Alterswil. «2011 sind wir gar nicht angetreten, weil unsere zwei bisherigen Gemeinderatsmitglieder nicht mehr kandidierten.» Jetzt wolle die FDP mithilfe der SVP wieder mitmischen: Am liebsten wäre ihm, wenn einer der beiden angepeilten Sitze aus den Reihen der FDP käme.

«Sechs Sitze sind gegeben, drei sind gefährdet», lautet Marcel Aebischers Prognose. Er nimmt an, dass die CVP ihre drei Bisherigen wieder reinbringt. Die SP habe gute Chancen, aber er habe Zweifel, ob es alle drei Bisherigen wieder schaffen. Die CSP erreiche nur einen Sitz, ist er sich sicher.

CVP will drei Sitze halten

Auch Peter Blanc, Präsident der CVP, geht davon aus, dass die SVP-FDP-Allianz zwei Sitze erreichen wird, und zwar auf Kosten der CSP. Das Ziel seiner Partei ist klar: «Wir wollen die drei bisherigen Sitze halten», sagt er auf Anfrage. Die CVP tritt mit den drei bisherigen Marius Boschung, Pascal Julmy und Ammann Hubert Schibli an und hat zudem zwei zusätzliche Kandidaten ins Boot geholt. Peter Blanc ist überzeugt, dass die CVP aufgrund des Wählerpotenzials gute Chancen habe, das Wahlziel zu erreichen. Die drei Bisherigen hätten zudem durch ihre Arbeit einen guten Leistungsausweis erbracht. «Sie hatten die Verantwortung für wichtige Themen, Finanzen, Schulen und Gebäude», sagt der CVP-Präsident. In all diesen Bereichen sei viel investiert worden. Die Partei beansprucht deshalb auch wieder das Amt des Ammanns.

CSP muss bangen

Die CSP muss also am Wahltag am meisten zittern. Sie hatte bei den Wahlen 2011 mit Silvio Serena einen Sitz erreicht. Im Laufe der Legislatur hatte die Partei einen zweiten Vertreter im Gemeinderat erhalten: Bei einer Kampfwahl nach einem Rücktritt war 2012 Patrik Aebischer gewählt worden. «Unser Ziel ist es, diese zwei Sitze zu erhalten», sagt Silvio Serena. «Wir hoffen es nicht, müssen aber wohl damit rechnen», sagt er auf die Frage, ob einer der Sitze von der SVP-FDP abgeluchst werden könnte. Er und sein Parteikollege hätten ihre Arbeit gut gemacht und hofften, dass die Bevölkerung dies honoriere. «Wir würden gerne unser Wissen und unsere bisherigen Erfahrungen weiter zugunsten der Bevölkerung einsetzen», sagt Silvio Serena, der seit zehn Jahren im Gemeinderat ist und in der letzten Legislatur mit dem Bauwesen und der Raumplanung für komplizierte Dossiers zuständig war.

Mindestens drei Sitze

Die SP-Freie Wähler stellen die grösste Liste. Auf dem Sechserticket sind die drei Bisherigen Regula Haymoz, Joseph Aerschmann und Cindy Stritt-Baeriswyl vertreten. «Wir wollten eine grosse Liste, junge Leute und ein gutes Verhältnis von Frauen und Männern. Das haben wir erreicht», sagt SP-Präsident Joseph Aerschmann. «Unser Ziel ist es, unsere drei Sitze zu halten; zu einem vierten würden wir natürlich nicht Nein sagen.» Er nimmt an, dass die drei Sitze nicht in Gefahr sind, weil die Bisherigen durch ihre Arbeit einen guten Nachweis erbracht hätten. Zudem sei die SP in Alterswil schon seit jeher sehr aktiv und habe sehr engagierte Leute. Das Verhältnis im Gemeinderat sei gut. «Parteien spielen vor allem bei der Kandidatensuche eine Rolle, dann gilt es, lösungsorientiert zu arbeiten», sagt Joseph Aerschmann.

Rückblick: Sehr viele Grossprojekte

D ie Ortsplanung war in der letzten Legislatur ein Dauerthema in Alterswil. Wie Ammann Hubert Schibli erklärt, ist der Gemeinderat bereits seit 2007 damit beschäftigt. «Ein Feld vorwärts und zwei zurück», kommentiert er die neueste Entwicklung, die Beschwerde des VCS (die FN berichteten). «Wir haben noch nie so viele grosse Projekte realisiert wie in dieser Legislatur.» Der neue Fussballplatz wurde eingeweiht, das Schulhaus umgebaut, und immer wieder wurden Strassen saniert. Alterswil hat 2013 die 2000-Einwohner-Marke erreicht und im gleichen Jahr einer Steuererhöhung von 70 auf 79 Rappen pro Franken Kantonssteuer zugestimmt. «Bevor wir uns verschulden», sagt der Ammann, der stolz auf seine schuldenfreie Gemeinde ist. Als Ökonom sei es ihm wichtig, langfristig zu denken und Visionen zu entwickeln. im

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