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Bitterböse und zugleich lammfromm

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Die Musik von Hedera ist eine ambivalente Angelegenheit: Krachende Gitarren und markerschütternde Shouts gehören ebenso zum Stil der fünfköpfigen Metalband wie treibende Violinen und kristallklarer Gesang. 2012 wurde die aus Sensler und Berner Musikern bestehende Formation mit dem Wunsch, musikalische Welten miteinander zu verschmelzen, aus der Taufe gehoben. Für das Konzert vom Samstag im Bad Bonn in Düdingen kehren Hedera nun an den Ort ihres allerersten Live-Auftritts zurück.

Zerstörerische Schönheit

«Das Zusammenspiel zwischen harten und sanften Passagen ist ein wichtiges Element unserer Musik», sagt Sänger Mike Brügger über den Sound von Hedera. In der Band ist der Düdinger für die harten Gesangspassagen verantwortlich und bildet damit den gesang­lichen Gegenpart zur sanften Stimme von Violinistin Iris Keller. «Hedera ist der lateinische Begriff für Efeu», nimmt Gitarrist Simon Furrer Bezug auf den klingenden Namen der Band und erklärt: «Genau so wie eine Efeupflanze gleichzeitig schön, aber auch zerstörerisch sein kann, tragen auch wir als Band zwei musikalische Welten in uns.» Den Sound von Hedera einem Genre zuzuordnen, falle denn auch nicht ganz leicht: «Wir bezeichnen unseren Stil selber meist als Folk-Death-Metal. Aber eigentlich greift das zu kurz.»

Dass im facettenreichen Stil seiner Band neben Folk- auch typische Black- und Death-Metal-Elemente – wie etwa die brachialen Schlagzeug-Gewitter von Drummer Florian Stricker – ihren Platz finden, freut Bassist Lorenz Nejedly: «Es gibt viele Hedera-Songs, bei denen man von Anfang bis Ende abgehen kann. Andere beginnen sanft und steigern sich dann immer weiter. Und wieder andere besitzen zwar einen ruhigen Grundton, der aber immer wieder von harten Passagen durchbrochen wird.»

Demokratische Bandprozesse

«Bis jetzt konnte ich noch kein typisches Hedera-Songmuster ausmachen», sagt Mike Brügger. Was bestimmt auch damit zusammenhängt, dass im Schreibprozess jedes Bandmitglied mitspracheberechtigt ist: «Jeder bringt seinen musikalischen Hintergrund und seine persönlichen Anliegen und Wünsche mit in die Band ein. Das macht die Zusammenarbeit intensiv und spannend.» Ein Song werde dann ins Repertoire aufgenommen, wenn alle Musiker dahinterstehen können, ergänzt Lorenz Nejedly: «Das Wichtigste ist, dass wir lieben, was wir tun, und uns in unserer Musik wiedererkennen.» Gefalle das Resultat dann auch noch dem Publikum, dann versetze das die Band zusätzlich in Euphorie. «Es gibt eigentlich nicht viel Geileres, als auf der Bühne zu stehen und Menschen um dich herum zu haben, die bei deinen Songs voll mitgehen können», schwärmt Simon Furrer: «Das dabei entstehende Gefühl der Zusammengehörigkeit ist in der Metal-Familie wohl besonders ausgeprägt.»

Das Debüt-Album «Itinera», welches Hedera 2015 veröffentlichte, stiess nicht nur in der Metal-Familie auf Wohlwollen. So habe die Band für das Konzeptalbum, das sich mit der Thematik der Industriellen Revolution beschäftigt, zahlreiche Komplimente entgegennehmen dürfen, wie Mike Brügger erzählt. Der Sänger verrät: «Die Arbeiten am zweiten Album laufen bereits.» Auch dieses werde mit grosser Wahrscheinlichkeit erneut einem thematischen Grundkonzept folgen, sagt Simon Furrer: «Mehr wollen wir jetzt aber noch nicht verraten.» Wer hören möchte, wie Hedera in Zukunft klingen, ist deshalb gut damit beraten, das Konzert vom Samstag in Düdingen zu besuchen.

Bad Bonn, Düdingen. Sa., 28. Januar, ab 21 Uhr.

«Das Spiel zwischen harten und sanften Passagen ist ein wichtiges Element unserer Musik.»

Mike Brügger

Sänger von Hedera

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