Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Bittersüsser Kindergeburtstag in der Arena

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Sieben Jahre ist es her, seit der britische Sänger Mika mit «Relax, Take It Easy» die Charts stürmte. Am Samstagabend trat er als Headliner am Festival Rock Oz’Arènes in Avenches auf. Dort feierte er auch gleich seinen Geburtstag. Schon vor Konzertbeginn forderten die Veranstalter die Zuschauer dazu auf, um Mitternacht für ihn die Feuerzeuge zu zücken.

Bunte Töne, düstere Bilder

Die leere Bühne ist schwach in blaues Licht getaucht und mutet fast gespenstisch an. Über dem schwarzen Konzertflügel hängt eine Girlande mit weiss-grünen Wimpeln, an der Wand warten Leuchtpiktogramme auf ihren Einsatz. Links ist eine Schlange zu sehen, rechts der Schriftzug «Origin». In der Mitte: ein bunter Mix, der unter anderem aus einem Apfel, einem Feuer, einer Taube, einem Herz, einem Soldaten samt Maschinenpistole, einer Spritze und Pillenkapseln, einer Fabrik, einem Atommodell und einem grossen «M» besteht. Biblische Symbolik und aktuelle Probleme, dazwischen die Hoffnungsschimmer Taube und Herz. Und mittendrin ein «M»–für Mika und seine vermeintlich quietschbunte Musik.

Bis die Ballons zerplatzen

Als der Sänger die Bühne betritt, kreischen und applaudieren seine Fans. Da der aus dem kriegserschütterten Libanon geflüchtete Mika seine Kindheit in Paris verbrachte, spricht er fliessend Französisch und hat auch Songs in der Fremdsprache komponiert. Vom ersten Augenblick an verwandelt sich das Konzert in eine riesige Party. Die schrofferen Live-Versionen stehen den poppigen Songs gut. Mika ist wie auf Knopfdruck gut gelaunt, hüpft auf der Bühne wie ein Gummiball hin und her und steigt auf den Flügel. Er fühle sich nicht wie Cäsar, sondern wie ein Gladiator vor dem Löwen, meint der Sänger.

Immer wieder erwähnt der Londoner, wie sehr es ihm vor dem Dreissigsten graue. Das Leben als «Erwachsener», der Tod, dies alles rücke ein Stück näher. Als er im Publikum ein Plakat mit Glückwünschen erblickt, lächelt er spontan. Als um Mitternacht der gefürchtete Augenblick eintritt, versüssen ihm ein Lichtermeer, Gesang und Kuchen das Unvermeidbare. Am Ende des Konzerts wirft Mika wie immer riesige Luftballons ins Publikum; farbige Papierstreifen werden aus Kanonen abgefeuert. Ein wenig surreal ist es schon, wenn Teenager, Kinder, wie auch Erwachsene im Konfettiregen zu klebrig-süssem Bubblegum-Pop mit Ballons spielen, bis diese platzen und sich mit den bunten Schnipseln am Boden vermischen.

Bilanz

Seit 22 Jahren erstmals ausverkauft

In der Geschichte des Festivals Rock Oz’Arènes wurdenerstmals alle 32000 Eintritteverkauft. Damit wurden alle Erwartungen übertroffen. Insgesamt besuchten 40000 Personen das viertägige Festival. Laut Direktorin Charlotte Carrel gab es keine nennenswerten Zwischenfälle. Das Budget betrug3,5 Millionen Franken,davoneine Million für Künstlergagen. Carrel freute sich über den Erfolg des Programms, das dieses Jahr erstmals weniger rocklastig war. Für die Ausgabe vom 13. bis 16. August 2014 plane sie ein ähnliches Konzept mit den thematischen Abenden Chanson, Rock, Elektro und dem «Familientag» samt musikalischem Stil-Mix. Auch das Budget soll gleich bleiben. Das erste Mal hatte der Anlass1992 als Humor-Benefizveranstaltung mit 730 Besuchernstattgefunden. 1995 wurde er zum reinen Musikevent.ea

Mehr zum Thema