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Bleibt neuer Seeweid-Lift eine Utopie?

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Bleibt neuer Seeweid-Lift eine Utopie?

Ein Skirennen ehemaliger Skirennfahrer lanciert die Skilift-Diskussion neu

Im März trugen einige ehemalige und aktuelle Skirennfahrer auf der Seeweidpiste in Schwarzsee ein Nostalgie-Rennen aus. Mit «Träpple» pressten sie die Piste selber. Was läuft eigentlich mit dem Seeweidlift, der wie das vom Lothar-Sturm zerstörte Schwyberg-Restaurant Peter Siffert (Freiburg) gehört?

Von GUIDO BIELMANN

Die Seeweid-Skipiste ist anerkannt die beste Skirennpiste in Schwarzsee. Im Jahr 1988 fand dort letztmals ein Skirennen, eine Freiburger Meisterschaft, statt. Der Lift serbelt seither vor sich hin. Nichts mit Skiliftbetrieb. Für den Lift existiert seit Ende Oktober 2001 keine Betriebsbewilligung mehr. Um die Bewilligung wieder zu erhalten, müsste am Lift eine umfassende Renovation vollzogen werden, wie Martin Tinguely vom kantonalen Amt für Verkehr und Energie erklärt.

«Nächsten Winter kommt der Seeweidlift wieder, es ist nämlich nicht alles kaputt», lässt Peter Siffert, der Besitzer, ertönen. «Ich habe eine Offerte für eine Renovation von etwas über 100 000 Franken.»

Im Zusammenhang mit Schwyberg

Peter Siffert stellt allerdings den Seeweidlift in Zusammenhang mit der Schwybergbahn, die ja seit 16 Monaten auch stillsteht: «Es sieht so aus, dass ich dort bei der Interessengemeinschaft einsteigen muss. Wenn ich das mache, muss ich den Seeweidlift aus finanziellen Gründen zurückstellen.»

Es existiert die Interessengemeinschaft «Schwybergbahnen», welcher auch Plaffeiens Ammann Otto Lötscher angehört (siehe Kasten). Die Gemeinde Plaffeien hat für Sifferts Schwyberg-Restaurant ein Vorkaufsrecht, welches kürzlich um sechs Monate verlängert wurde.
Otto Lötscher: «Wenn jemand kommt, der die Bahn übernehmen will, so kann er sie sofort haben. Da verzichten wir auch aufs Restaurant.» Peter Siffert sagt: «Wenn jemand den Lift neu baut, baue ich auch das Restaurant wieder auf.» Es ist aber so, dass sich schon einige interessierte Investoren zurückgezogen haben.
Wird also der Seeweidlift nächstes Jahr tatsächlich renoviert? Da das ganze Skipistenwesen im hinteren Schwarzsee-Bereich also vernetzt ist, dürfte die Wiederinbetriebnahme des Seeweidlifts nicht nur für die Nostalgiker weiterhin eher in utopischer Ferne liegen.
Wenn, dann…

Von GUIDO BIELMANN

Wenn jemand investiert, dann wird der Schwyberglift wieder neu gebaut. Wenn der Lift wieder läuft, dann wird das Schwyberg-Restaurant wieder neu gebaut. Wenn Peter Siffert sich am Schwyberglift nicht finanziell engagiert, dann wird der Seeweidlift renoviert. So könnte man die Situation rund um den Seeweidlift zusammenfassen. Viele Wenn und Dann in dieser komplizierten Geschichte.

Schlussfolgerung: die Teilnehmer des Nostalgie-Skirennens auf der Seeweid müssen wohl noch lange darauf warten, dass dort wieder regelmässig Skirennen stattfinden. Die Skitouristen dürften sich auf unbestimmte Zeit gedulden müssen, bis sie am Schwyberg wieder den Güger oder den Tierliberg hinunterwedeln können. Schade für die Skifahrer, aber auch für das Schwarzseetal.
Interessengruppe und sieben Millionen

Die Interessengruppe «Schwyberg», bestehend aus einem halben Dutzend Personen, beschäftigt sich mit der Zukunft der Schwyberg-Sesselbahn. In der Gruppe sind u. a. Plaffeiens Ammann Otto Lötscher sowie der Überstorfer Ammann Franz Gnos vertreten. Der Gruppe steht Architekt Christian Luder vor. Otto Lötscher amtet als Kontaktperson zwischen der Gemeinde Plaffeien und dem Seeweidlift-Besitzer Peter Siffert.

Otto Lötscher erklärt: «Wir haben die Interessengruppe gegründet, weil es in der Bevölkerung viele Stimmen gegeben hat, die ihr Bedauern über die Schliessung der Schwyberg-Bahn ausdrückten.»

Man diskutierte mit Siffert, der auch Besitzer des Geländes des Schwyberg-Restaurants ist und der mit der kantonalen Gebäudeversicherung bereits eine Entschädigungsabmachung geschlossen hat. Man diskutierte weiter mit dem Konkursamt, das die Befugnisse über den Schwyberglift besitzt. Dies alles, um eine Sanierung des Schwybergliftes ins Auge zu fassen. Otto Lötscher: «Wir haben schlussendlich auch geschaut, ob ein Zusammenschluss mit der Kaiseregg-Bahn möglich wäre. Das war Ende Oktober vergangenen Jahres. Dann erfolgte zwei Wochen später der Brand der Gypsera. Damit bekamen wir von der Kaisereggbahn den Bescheid, dass eine Investition beim Schwyberg schwierig würde.»

Beim Schwyberg beauftragte die Interessengruppe die zwei Bahnbauer-Firmen Leitner und Caraventa mit einer Evaluation: «Von beiden Bahnen bekamen wir die Antwort, dass man am Schwyberg eine neue Bahn bauen müsse», so Lötscher. Nun sind Investoren von Nöten: «Ein Neubau der Schwyberg-Bahn mit Gondeln kostet sieben Millionen Franken. Aber es ist nicht so, dass wir aktiv nach Investoren suchen. Wir sind bereit zu helfen. Wenn zum Beispiel Peter Siffert die Sache übernehmen möchte, könnte er das», sagt Lötscher. bi

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