18.11.2019

Ein Guide für zukünftige St. Michael-Schüler/-innen

Vor erst drei Monaten haben Hunderte von Schülern ihren ersten Schultag am Kollegium St. Michael erlebt. Für Rahel Aeby allerdings geht es nur noch einige Monate, bis die Maturaprüfungen anstehen. So schaut die Gymnasiastin im ZiG-Blog zurück auf ihre drei letzten Jahre und will all den Neulingen einige Tipps mit auf den Weg geben, damit sie ihren Alltag am Kollegium erfolgreich gestalten können.

Die Tage werden merklich kürzer und damit sinkt oftmals auch die Motivation der Schülerinnen und Schüler. Besonders nach vier Jahren hat man oftmals nicht mehr besonders Lust zur Schule zu gehen, doch das Ziel darf nie aus den Augen gelassen werden: Nämlich, die Matura zu bestehen. Doch wie motivierst du dich am besten zum Lernen? Zu Beginn des Gymnasiums waren natürlich alle interessiert und machten mit. Keiner kam zu spät und jeder hatte die Hausaufgaben erledigt. Doch je weiter die Zeit fortschreitet, desto schwieriger wird es, sich für das Lernen zu motivieren. Ein wichtiger Einfluss hat dabei der Schlaf. Niemand kann sich mit wenig Schlaf richtig konzentrieren und auf längere Zeit kann dies sogar Folgen für die Gesundheit mit sich ziehen. Mit genügend Schlaf fühlst du dich am Abend nach der Schule auch nicht völlig erschlagen und kannst tatsächlich produktiv sein. 

Ausserdem sind auch ausserschulische Aktivitäten wichtig. Mehrere Stunden am Stück zu Lernen bringt überhaupt nichts, sondern es sollten Pausen eingerechnet werden für Sport, Musik oder andere Dinge. So gehst du vielleicht an einem Abend ins Training, kannst dich dort austoben und danach wieder an den Schreibtisch sitzen, um viel effizienter weiterzulernen. Ich hatte diesen Ausgleich dank der Musik. So spiele ich beispielsweise in der Fanfare St.Michael mit. 

Damit komme ich auch direkt zum nächsten Punkt. Denn du solltest von den verschiedenen Aktionen/Aktivitäten? an der Schule profitieren. Sei dies die Fanfare, der Chor, Macrocosm oder viele weitere Dinge. Dadurch wirst du neue Erfahrungen machen, welche du sonst nie ausprobiert hättest. So hatte ich auch nur aufgrund der Fanfare die Chance, nach Brasilien zu reisen und das zweihundertjährige Jubiläum musikalisch zu begleiten. Es gibt auch immer wieder verschiedene Austauschprogramme, an denen du teilnehmen kannst. Eine Freundin von mir wird beispielsweise im Dezember nach Indien reisen, weil sie mit einer Schule von dort einen Austausch macht. 

Was auch nie fehlen darf, ist das Essen. Leider hat das Kollegium zu wenig Mikrowellen für alle Schülerinnen und Schüler, weshalb du wahrscheinlich oftmals lange anstehen musst, um dein Essen wärmen zu können. Darum gebe ich dir den Tipp: Renn! Denn so lautete mein Motto die letzten Jahre, damit ich nicht ewig anstehen musste für mein aufgewärmtes Essen. Falls du dann allerdings noch Hunger hast, kannst du dir günstig etwas in der Äss-bar kaufen gehen. Nicht nur sind die Backwaren dort richtig lecker, sondern du hilfst auch noch dabei, Food Waste zu reduzieren. 

Das Kollegium St. Michael bietet dir wunderschöne Gebäude, allerdings solltest du dich in Acht nehmen vor den Temperaturen. Besonders im Aquarium kann es während dem Sommer unerträglich heiss werden. Dann nimm auf jeden Fall eine grosse Flasche Wasser mit und du fragst am besten noch, ob der Lehrer einen Ventilator ins Zimmer stellen kann. Im Winter dagegen ist es im Hauptgebäude eher kalt, da ist dann der «Schichten»-Look angesagt. Und falls dir noch immer kalt ist, kannst du in der Cafeteria einen heissen Tee holen gehen.

Doch vor allem solltest du die Zeit am Kollegium geniessen, denn diese wird für immer in deinem Gedächtnis bleiben. Einen letzten Tipp habe ich aber noch für dich: Lauf ja nicht unter dem Steinbogen (vor dem Lyzeum) durch. Denn das soll dir Pech bringen für deine Matura! Und das will ja nun doch niemand.

Dieser Text entstammt dem ZiG-Blog, der im Schuljahr 2019/2020 von einem Schülerkollektiv aus dem Kollegium St. Michael betreut wird:  www.freiburger-nachrichten.ch/zig-blog