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Welcher Playoff-Gegner darf es sein?

Nach dem Sieg gegen den SC Bern hat Gottéron nun 40 von insgesamt 50 Qualifikationsspielen absolviert. Die Playoffs rücken immer näher.

In den verbleibenden zehn Spielen wird das Team von Trainer Hans Kossmann natürlich versuchen, die wiedererlangte Tabellenführung zu verteidigen. Gleichzeitig werden die restlichen Partien aber auch bereits ein Testlauf für die bevorstehenden Playoffs sein. Kossmann wird im taktischen und personellen Bereich nochmals experimentieren, bis seine Mannschaft für die entscheidende Meisterschaftsphase gerüstet ist. Nur bedingt beeinflussen kann er den Gegner im Playoff Viertelfinal. Obschon noch viele Punkte zu vergeben sind, zeichnen sich vier mögliche Gegner ab. Hier meine persönliche Favoritenliste:

 

EHC Biel
Mein absoluter Wunschgegner. Gegen die Seeländer haben wir 5 von 6 Spielen gewonnen. Nach dem Abgang der NHL-Cracks Kane und Seguin haben die Bieler schlichtweg nicht mehr die Klasse um Gottéron aufhalten zu können. Selbst wenn Goalie Berra in dieser Serie über sich hinauswächst, reicht es für die Bieler bestenfalls für einen einzigen Sieg.
Fazit: Biel als Viertelfinalgegner: Her damit!
Chancen aufs Weiterkommen: 95%

Kloten-Flyers
Gegen Kloten haben wir bislang gar alle Spiele dieser Saison gewonnen. Der Schein trügt aber ein wenig. Die Flieger sind in dieser Saison bislang nie richtig auf Touren gekommen, was auf zahlreiche Verletzungen, internes Theater aber auch auf schwache Ausländer zurückzuführen ist. Öffnet Boss Gaydoul die Kriegskasse und holt auf die Playoffs hin noch zwei starke Verstärkungsspieler, könnte Kloten ein äusserst unangenehmer Gegner werden. Dennoch sollte sich Gottérons Klasse in dieser Serie durchsetzen.
Fazit: Kloten als Viertelfinalgegner wäre ok.
Chancen aufs Weiterkommen: 80%

HC Lugano
In der letztjährigen Viertelfinalserie bekundete Gottéron gegen die Tessiner etliche Mühe, setzte sich letztlich aber doch noch mit 4:2 Siegen durch. Auch diese Saison ist die Ausgangslage wieder ähnlich. Aber Achtung: Lugano ist ein schlafender Riese! Im Vergleich zum letzten Jahr haben die Bianconeri ihr Kader nochmals verstärkt. Falls die Langzeitverletzten zurückkehren und Trainer Huras seinem Team ein defensives Gewissen einimpfen kann, traue ich den Tessinern viel zu. Wäre eine enge Serie aber doch mit dem besserem Ende für Gotteron
Fazit: Wenn’s halt sein muss…
Chancen aufs Weiterkommen: 70%

HC Davos
Der Horrorgegner! Wenn Davos Gottérons Viertelfinalgegner wird, ist entweder bei den Freiburgern oder bei den Bündnern in den verbleibenden 10 Spielen mächtig was schief gelaufen. Für Davos spricht, dass sie es sich zur Gewohnheit gemacht haben, jedes zweite Jahr Meister zu werden (2011/ 2009 / 2007/ 2005). Nach Adam Riese müsste der künftige Schweizer Meister also wieder HC Davos heissen. Die gegenwärtige Siegesserie der Bündner lässt darauf schliessen, dass Trainer Del Curto sein Team just auf die Playoff hin auf Bestform trimmt. Das Davoser Tempospiel mit aggressiven Forechecking und einen blitzschnellen Transitiongame liegt Gottéron nicht besonders. Zudem ist auffällig, dass HCD-Goalie Genoni gegen Gottéron stets gross aufspielt.
Fazit: bitte wenn irgendwie möglich Davos als Gegner vermeiden.
Chancen fürs Weiterkommen: 55%

Kommentare zu diesem Artikel

Bertschy

1 Biel (quasi ausgeschlossen), 2 Lugano, 3 Kloten, 4 Davos. Ein richtiger Gradmesser im 1/4-Finale wäre u.U. aber keine so schlechte Sache hinsichtlich eines erstrebenswerten Meistertitels... Und der sollte ja das Ziel sein, wenn man die Quali auf einem der ersten 4 Ränge abschliesst. Oder nicht?