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Im Märliwald

Es waren einmal ein paar Ideen die sich im letzten Winter zusammengefunden haben. Sie wurden im "Rollenden" diskutiert, aufgeschrieben und zum Sömmern auf Eis gelegt. Im Herbst sind die Ideen aus dem Sommerschlaf erwacht und machten sich auf den Weg. Wo es ihnen gefiel, liessen sie sich nieder und so erfreuen sie sich nun an grossen und kleinen Besuchern auf dem Märliweg.

"Ds Waudwägli" ist gewiss allen Jauner Kinder ein Begriff. Für die nicht mehr ganz Jungen: fährt man mit den Skiern nach den Schortritzen auf der Strasse weiter in den Wald hinein, befindet man sich auf der neuen Piste Nr. 7. Seit der Schlittelweg präpariert wird, fährt die kleine Pistenmaschine diesen Weg hoch und aus dem Jauner "Waudwägli" wurde eine offizielle Piste. Sie führt um einige Kurven durch lichten und engbewachsenen Wald. Mehrere Ausstellplätze dienten ursprünglich  der Holzgewinnung. Der abwechslungsreich verlaufende Weg bot sich geradezu als Märliweg an. Ein Häxähüsli zum hindurchfahren sollte entstehen, die Bodenwellen nicht verloren gehen und ein Slalom auf einem Holzerplatz wäre nicht daneben. So der Stand der versammelten Ideen letzten März.

 

Martin "uf dr Eu" hat die Vorschläge den Sommer durch gehütet und das nötige Holz dazu ins Auge gefasst. Im Oktober hat er mal angerufen und mich als Handlangerin bestellt. Mit Traktor, Motorsägen, diversem Werkzeug und Kleinmaterial sind wir ausgerückt. Nach drei Tagen stand das Häxähüsli.

 

Ein paar Tage später wurde Familie Heuberger transportiert. Für den Slalom hat Martin schon "Trömmle" vor Ort gelagert. Nun wurde auch Thomas, Betriebsleiter der JBG, aufgeboten um diverse Sprünge in Form von halben Holzstämmen ("Häubleg", habe ich gelernt) zu platzieren. Um auf den Weg aufmerksam zu machen, hat Martin eine Holztafel gefertigt, die wir noch vor dem Schnee aufstellten. Ausgeschmückt wurde der Weg nun noch vom eigens geschaffenen Waldmann und diversen kleinen Schellen, die in Reichweite am Pistenrand angeschraubt wurden. Nun musste nur noch Frau Holle in Aktion treten, Geduld war gefragt.

 

Da nun endlich genug Schnee liegt, wird der Märliweg schon eifrig befahren, umkurvt und geläutet, also Zeit ihn einzuweihen.

 

                                                                                                             Und wenn die Schellen nicht gestorben sind, so läuten sie noch lange.

 

 

 

Ich freue mich, den Besuchern nächsten Samstagnachmittag eingangs vom Märliwald Tee und Glühwein auszuschenken.

 

 

 

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