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Ein teurer Unfug

Mit weitsichtiger Raumplanung können Verkehrsprobleme vermieden werden. Mit weitsichtiger Unterhaltsplanung kann viel Geld gespart werden. Beides tut der Kanton Freiburg nicht. Das verursacht viel Ärger und kostet sehr viel Geld. Und das Gejammer der Sensler über ihre Benachteiligung beim Bau- und Unterhalt von Kantonalstrassen wird zur Nebensache.

Beispiel Denner Verteilzentrale Schmitten
Dass sich seinerzeit Düdingen, Schmitten und Wünnewil-Flamatt um die Ansiedlung dieses Betriebs stritten, war peinlich genug. Dass Denner in Schmitten statt bei der Autobahnausfahrt in Düdingen oder Flamatt baute, war ein schwerer Sündenfall der damaligen Behörden, an dem wir heute noch leiden, denn die Lastwagen fahren von Schmitten nach Düdingen oder Flamatt auf die Autobahn.

Beispiel Sportzentrum Leimacker Düdingen
Verkehrstechnisch dümmer als auf dem Leimacker hätte man in Düdingen das Sportzentrum wohl kaum bauen können. Wie die Denner Verteilzentrale in Schmitten, kann man auch diese Sünde nur mit sehr viel Aufwand korrigieren. Es ist zu hoffen, dass der überflüssige Autobahnzubringer Düdingen – Birch – Luggiwil nicht gebaut wird.

Autobahnausfahrt Friesenheit wäre die Lösung
Mit der Autobahnausfahrt Friesenheit und einer neuen Strasse direkt nach Berg würde man die vergangene Planungssünde Denner Schmitten mildern und zukünftige Sünden wie Umfahrungsstrassen Düdingen und Flamatt verhindern. Leider fehlen dem Freiburger Staatsrat Weitsicht und Mut, die lokale Bevölkerung und Bundesbern von den Vorteilen dieses Projekts zu überzeugen.

In Riederberg sind angeblich die Kurven gefährlich, nicht die Autofahrer mit den Bleifüssen
Anstatt mit Weitsicht und Mut die Zukunft zu planen, werden in Riederberg bei Bösingen 10 Millionen Franken verlocht, um ein Haus zu räumen, einen Damm über den Richterwilbach durch eine Brücke zu ersetzen und die Kurven etwas zu begradigen. Staatsrat Jean-François Steiert, der konsequent ohne Helm Velo fährt, argumentiert mit der Sicherheit. Sicherheit? Ist es nicht so, dass man die Geschwindigkeit stets den Strassenverhältnissen anpassen sollte. Wetten, dass in Riederberg nach der Begradigung der Kurven noch mehr aufs Gaspedal gedrückt wird? Für die Sicherheit wäre es allemal besser und günstiger, die Strasse zu sanieren, ohne die Streckenführung zu ändern.

Kommentare zu diesem Artikel

mwae

Und wie war das mit der Firma Liebherr und Düdingen?

mwae

Die Strassensanierung Riederberg war ja auch vor der Tour de Suisse im Jahre 2015 geplant und angekündigt.

Bretagne

Sämtliche öffentliche Infrastrukturen stossen an ihre Leistungsgrenzen. Ob dies nun Strasse, Bahn, Flughafen, Hochspannungsleitung, Kanalisation, etc. sei ist zweitrangig. Was zählt, ist das Bedürfnis, das dahinter steckt. Transport von A nach B! Alles andere ist Beilage, wie es in einem berühmten Werbespot heisst. Vorwürfe an Staatsrat Steiert? Immerhin ist sein Arbeitsweg, also sein A nach B, vernachlässigbar kurz im Gegensatz zu all den Pendlern, die täglich nach Genf, Zürich oder noch weiter pilgern. Wer ohne Schuld ist, möge den ersten Stein werfen!

ted3186

Die Arbeit der anderen zu kritisieren ist einfach. Nicht blos Kritik reden sondern selber machen, aha das felhte noch - das sollen die anderen machen, die sind ja dafür da.