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Borkenkäfer wütet im Hitzesommer

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Untertitel: Explosionsartige Vermehrung der Tiere im Berggebiet

In diesem Sommer wütet der Borkenkäfer zwischen Thuner- und Genfersee wie nirgendwo sonst. Die Förster haben ein vergleichbares Schadenbild nie beobachtet. Stellenweise sind ganze Waldstriche dürr und abgestorben, täglich kommen weitere Bäume hinzu, wie Christian von Grünigen, Oberförster im westlichen Berner Oberland, sagt. Bis Mitte Juli registrierte er in seinem Gebiet 70000 Kubikmeter Käferholz, rund 50000 Bäume. Allein in den zwei ersten Juliwochen fielen 25000 Kubikmeter an – die Hitze bewirkte eine explosionsartige Vermehrung der Käfer und hat gleichzeitig die Bäume für die Fressattacken anfälliger gemacht.

Die Lage werde zusehends schlimmer, laufend würden neue Schäden gemeldet, sagt auch Gaston Jeantet vom Waadtländer Forstdienst. In den Freiburger Voralpen ist die Lage kritisch. Weil aussichtslos, wurde die Käferbekämpfung heuer in einzelnen Gebieten gar aufgegeben, wie beim kantonalen Forstdienst zu erfahren ist.

Teilweise Kapitulation

Im westlichen Oberland wurden laut von Grünigen angesichts der beschränkten Ressourcen bereits 2002 gegen 20 Quadratkilometer Wald dem Käfer überlassen. Seither wird die Käferbekämpfung primär auf Gebiete mit Schutzwäldern konzentriert sowie auf Pufferzonen und Wälder, welche der Sturm Lothar verschont hat. Zurzeit hat von Grünigen mehr als 200 Forstleute im Einsatz, die pro Tag rund 2000 Kubikmeter Bäume identifizieren, fällen und entrinden oder wegschaffen, bevor der Käfer über neue herfallen kann. Mit dem Tempo von «Borki» können die Räumequipen damit laut von Grünigen «nur noch knapp mithalten».

Nach «Lothar» hatte das Kantonsparlament 61 Mio. Franken gesprochen. Bricht die Population nicht schlagartig zusammen, drohen die Gelder spätestens 2004 auch in den Gebieten mit wichtigen Schutzwäldern auszugehen, wie Adrian Lukas Meier von bernischen Amt für Wald sagt.
Die Naturschutzorganisation Pro Natura sieht die Situation als Bestätigung ihrer Kritik an der massierten Käferbekämpfung der Kantone Bern, Freiburg und Waadt. Diese hätten die vergleichsweise stärksten Massnahmen angeordnet, heute zeige sich deren beschränkte Wirksamkeit oder gar Kontraproduktivität, sagt Experte Urs Tester. Auch in Schutzwäldern sei ein Stehenlassen der Bäume oft besser, als diese zu fällen und damit die Erosion zu fördern. Die natürliche Regeneration bewirke eine bessere Durchmischung von jungen und alten Bäumen und begünstige so die Schutzfunktion des Waldes.

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