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Boychuks Lucky Punch

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Es waren die ZSC Lions, die das Schlussdrittel beim Stand von 1:1 dominierten (13:6 Torschüsse) und auch in der fälligen Overtime zunächst näher am Siegestreffer dran waren, als schliesslich der Kanadier Zach Boychuk den Freiburgern mit seinem dritten Saisontor den so wichtigen Zusatzpunkt sicherte. Mit dem siebten Sieg in der achten Verlängerung der Saison verkürzte das neu neuntplatzierte Gottéron den Rückstand auf die vor ihm klassierten SCL Tigers um einen Punkt, dies bei einem absolvierten Spiel weniger als die Berner. Damit hat Freiburg zusätzliche Moral im umstrittenen Kampf um das Playoff gesammelt und ist in dieser Verfassung wieder ein heisser Anwärter auf einen Platz unter den ersten Acht.

Waebers Steigerungslauf

Die Lage an der Verletztenfront hat sich bei Gottéron merklich entspannt. Dank den Comebacks von Matthias Rossi (am letzten Freitag) und Samuel Walser respektive der Rückkehr von Julien Sprunger nach seinen beiden Spielsperren kann Trainer Christian Dubé in der Offensive wieder so ziemlich aus dem Vollen schöpfen. Anstatt dass die vierte Formation mit Junioren aufgefüllt wird, war gestern in Zürich Lukas Lhotak nur als 13. Stürmer gemeldet. Auch deshalb konnten die Freiburger nach den beiden Siegen vom letzten Wochenende zuversichtlich im Hallenstadion antreten, wo im vierten Saisonspiel gegen die Lions der erste Sieg her sollte.

Die Gäste spielten denn auch auf Augenhöhe mit dem Co-Leader, keines der beiden Teams konnte zunächst die grösseren Spielanteile an sich reissen. In der 8. Minute waren es dann beinahe schon zufällig die Zürcher, die das Skore durch Chris Baltisberger eröffnen und damit eine bemerkenswerte Serie beenden konnten. In ihren letzten elf Partien gerieten die Lions zuerst immer in Rückstand, ehe sie sich dann in immerhin sieben Spielen doch noch durchsetzen konnten.

Ludovic Waeber, der gestern den kranken Reto Berra an seiner künftigen Arbeitsstätte ersetzte und bei seinen letzten drei Einsätzen nicht über eine Fangquote von 75 Prozent herausgekommen war, musste erneut relativ früh ein erstes Mal hinter sich greifen. Dabei sollte es aber an diesem Abend bleiben – auch weil Waeber die anfängliche Unsicherheit zusehends abstreifen konnte.

Doch auch die Gäste verstanden es, den Zürcher Hüter Joni Ortio immer wieder zu beschäftigen. Das so sehr, dass er einen Materialschaden zu beklagen hatte. Weil sein Fanghandschuh defekt war, musste der Zeugwart Ersatz aus der Kabine holen gehen. Dies dauerte den Unparteiischen jedoch zu lange, weshalb sie darauf drängten, dass der Finne mit dem Fänger des Ersatzhüters weiterspielen solle. Sprunger aber zeigte Fairplay, verzögerte das Anspiel zum ersten Freiburger Powerplay eigenmächtig um einige Sekunden und überbrachte Ortio den Ersatz-Fanghandschuh gleich persönlich. Das war es dann aber auch mit den Nettigkeiten des Freiburger Captains. 30 Sekunden waren in Überzahl gespielt, als er den Puck haargenau auf die Schaufel Rossis spielte, der seinerseits zum verdienten Ausgleich in die Maschen ablenkte.

Simic brandgefährlich

Dass es nach 40 Minuten weiter 1:1 hiess, unterstrich, wie ausgeglichen das Geschehen auf dem Eis war. Genug Chancen für weitere Tore gab es jedoch alleweil. So scheiterte etwa Daniel Brodin haarscharf und nur deshalb, weil Ortio seinen Beinschoner in extremis noch ausfahren konnte, und auf der anderen Seite wirbelte Axel Simic die Freiburger Abwehr gehörig durcheinander. Der 21-jährige explosive Freiburger in den Diensten der Lions hatte am Ende mit sieben Torschüssen so viele wie kein anderer Spieler auf seinem Konto.

Die letzten Minuten im Mittelabschnitt gehörten dem Heimteam, was endlich so etwas wie Stimmung in das weite Rund des Hallenstadions brachte. Die Chance für Gottéron, im vierten Spiel in Folge zu punkten, blieb indes intakt. Dafür gefragt war allerdings höchste Konzentration für das Finish. Denn jeder Fehler konnte in diesem umkämpften Duell die Entscheidung bedeuten.

Dass Killian Mottet den Lucky Punch nicht würde erzielen können, so viel war bei Wiederaufnahme des Spiels klar. Gottérons Topskorer, zuletzt immer wieder von Rückenproblemen geplagt, erschien für die letzten 20 Minuten nicht mehr. Auch sonst liess sich die Schlussphase für die Gäste wenig vielversprechend an, der Zürcher Pius Suter gab mit einer Top-Chance die Richtung sogleich vor, später traf der gleiche Spieler noch den Pfosten (52.). Das Remis war zu diesem Zeitpunkt aus der Sicht der Freiburger schmeichelhaft, und zugleich der Lohn für die Opferbereitschaft (25 geblockte Schüsse). Auch deshalb rettete sich Gottéron in die Overtime. Der Rest ist bekannt.

Telegramm

ZSC Lions – Gottéron 1:2 n.V (1:1, 0:0, 0:0)

Hallenstadion. – 8962 Zuschauer. – SR: Lemelin/Urban (Obwegeser/Cattaneo). Tore: 8. Ch. Baltisberger (Roe, Suter) 1:0. 17. Rossi (Sprunger/Ausschluss Diem) 1:1. 64. Boychuk (Stalder) 1:2.

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 4-mal 2 Minuten gegen Gottéron.

ZSC Lions: Ortio; Ch. Marti, Noreau; Geering, Ph. Baltisberger; Berni, Trutmann; P. Suter, Roe, Ch. Baltisberger; Hollenstein, Diem, Bodenmann; Pedretti, Krüger, Brüschweiler; Sigrist, Schäppi, Simic; K. Suter.

Freiburg-Gottéron: Waeber; Chavaillaz, Abplanalp; A. Marti, Gunderson; Stalder, Kamerzin; Forrer; Stalberg, Schmid, Brodin; Mottet, Boychuk, Sprunger; Marchon, Walser, Rossi; Vauclair, Schmutz, Lauper; Lhotak.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Wick, Flüeler (alle verletzt), Prassl (krank), Suter (überzählig) und Pettersson (überzähliger Ausländer), Gottéron ohne Furrer, Bykow, Desharnais (alle verletzt), Berra (krank) und Gähler (überzählig). – Gottéron ab dem 3. Drittel ohne Mottet, – Pfostenschuss P. Suter (52.). – Timeout ZSC Lions (59.).

Die FN-Besten: Simic und Waeber.

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