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«Brezel, Bier, Party und super Musik»

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Sensler Trachten, Lederhosen, Dirndl, Filzhüte, Edelweiss-Hemden, oder – wer’s rockig-glamourös mochte – schwarze Lederjacken mit Hirschköpfen in Glitzeroptik: Die Besucherinnen und Besucher der ersten Freiburger Stadl-Nacht waren von Kopf bis Fuss auf einen zünftigen Samstagabend eingestellt. Das Forum Freiburg und Moderatorin Trudi Lauper wollten mit dem Anlass die bekannte Fernsehsendung «Musikantenstadl» wieder aufleben lassen, wie beide Seiten im Vorfeld ankündigten.

Manche tanzten auf den Bänken

Dass Schlager und volkstümliche Musik bei den Freiburgern beliebt sind, auch bei den Romands, wurde schon an den drei früheren Ausgaben des «Musikantenstadls» im Forum bewiesen. Bis auf einige Tische im hinteren Bereich war auch bei dieser Veranstaltung die Halle voll besetzt: Rund 2400 Besucher, davon über die Hälfte französischsprachig, feierten mit zahlreichen Stars, etwa dem «König von Mallorca» Jürgen Drews, den Schürzenjägern und vielen mehr. Die erst zwölfjährige Nachwuchssängerin Ani­na Buchs aus Jaun durfte gemeinsam mit Schlagersängerin Monique deren Hit «Einmal so, einmal so» performen. Für Monique war es der erste Auftritt nach den Schlagzeilen über ihre Trennung; ihren neuen Partner stellte sie gleich dem Publikum vor. Praktisch ein Ehrengast war der langjährige «Mister Musikantenstadl» Andy Borg, der zum siebten Mal im Kanton Freiburg auftrat. «Ich komme nach Hause», sagte er zu Trudi Lauper, die den zweisprachigen Abend zusammen mit Stéphane Décorvet moderierte. Während die einen wegen der gewohnten Stadl­atmosphäre ins Forum strömten, kamen andere wegen der Oktoberfeststimmung, so etwa die 30-jährige Mélanie aus Freiburg. «Brezel, Bier, Party und super Musik!», fügte ihre Begleiterin Maude an. Ob es eine Neuauflage der Stadl-Nacht geben wird, ist noch unklar. «Wir müssen zuerst mit allen betroffenen Parteien Bilanz ziehen, bevor wir entscheiden, ob wir das Abenteuer fortsetzen und in welchen Rhythmus», so die Projektverantwortliche Muriel Rolle.

Jürgen Drews

«Ich bin ein zurückgezogener Typ, schon fast wortkarg»

Jürgen Drews, was verbindet Sie mit der Schweiz?

Bevor ich meine Frau Ramona kennenlernte, die ich über alles liebe, hatte ich eine Freundin, die aus der Schweiz kam. Und ich trete seit vielen Jahren mehrmals im Jahr hier auf, kenne mich also gut aus und bin immer sehr gern hier.

Sie sagen von sich: «Ich bin von Natur aus schüchtern», die Bühne sei fast eine Art Therapie für Sie gewesen. Immer noch schüchtern?

Nee, da ich mich ja die ganze Zeit eigentlich therapiere, indem ich auf die Bühne gehe. Aber ich bin ein zurückgezogener Typ, fast schon wortkarg. Ich gehe auch nie auf Partys, auch früher selten. Ich trinke keinen Alkohol, ich rauche nicht. In der Pubertät war ich ganz verklemmt. Mein Vater, ein sehr guter Arzt, hat mir dann eine Gitarre und später ein Banjo geschenkt, und gesagt, nur über Musik komme ich weiter. Ich war übrigens mal bester Banjospieler in Schleswig-Holstein.

Ihren Hit aus dem Jahr 1976 «Ein Bett im Kornfeld» wollten Sie erst gar nicht singen. Warum?

Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich mal Deutsch singen würde, vor allem Schlager. Ich fand Schlager damals das Schlimmste überhaupt. Mittlerweile liebe ich Schlager. Ich hatte vor Jahren mal eine Hallentour abgesagt und bin in die USA abgehauen, weil ich dachte, Deutsch wäre nichts für mich.

Irgendwann zog es mich aber doch wieder nach Deutschland, und ich habe doch deutsch gesungen. Gott sei Dank. Sonst hätte ich so viele Dinge nicht erlebt, und wäre nicht da, wo ich jetzt bin.

In der ZDF-Sendung «Kessler ist …» setzte sich Imitator Michael Kessler 2016 mit Ihrem Leben auseinander. Zum Schluss verkleidete er sich als Ihr Doppelgänger. Diesem Double sassen Sie gegenüber, und konnten ihm Fragen stellen – quasi an sich selber. Das Double versuchte dann, an Ihrer Stelle die Fragen zu beantworten. Was war das für ein Gefühl?

Das war sehr aufregend für mich. Er hat mich genau studiert. Wenn Du dann so kleine Marotten von Dir siehst, etwa eine Handbewegung, ist das sehr irritierend. Aber er ist genial, der Junge.

Wie hätten Sie anstelle des Doppelgängers geantwortet? Ich möchte Ihnen drei Ihrer eigenen Fragen von damals nochmals stellen. Die erste: «Wenn Du nochmals neu geboren werden würdest, was würdest Du an Deinem Leben ändern?»

Ich habe so viele Fehler gemacht, die kann man gar nicht zählen. Wenn ich mein Leben hätte vorhersehen können, dann wäre ich wohl direkt in die USA gegangen. Gleich nach dem Abitur. Definitiv. Aber wer weiss, was dann aus mir geworden wäre.

Die zweite: «Du kreierst auf der Bühne eine andere Person, als Du wirklich bist. Fast hast Du zwei Gesichter. Woran liegt das?»

Das war auf den «König von Mallorca» gemünzt. Den Übernamen hat mir Thomas Gottschalk in «Wetten, dass…?» gegeben, was mich erst ärgerte. Mir wurde dann der gleichnamige Song zugeschickt, den ich drei mal ablehnte, bis mich ein befreundeter DJ davon überzeugte. Das kam gerade richtig, da ich ungerechtfertigt einen Moderationsjob verloren hatte. Durch RTL und einen Beitrag mit mir rund um König Ludwig II. kam ich zu Umhang und Krone. Fortan war ich der «König von Mallorca». Das hab ich ein bisschen abgelegt, aber verrückt bin ich immer noch (lacht). Das ist nur auf der Bühne so, so bin ich sonst nicht.

Die dritte: «Wirst Du gerne erkannt?»

Ich habe kein Problem, wenn man mich erkennt. Weil ich ja von Haus aus ein schüchterner Typ gewesen bin, freu ich mich, wenn Leute mich anreden, weil ich es von alleine nicht mache. Heutzutage schon, wenn ich meine, die Leute erkennen mich.

Wie lange wollen Sie noch auf der Bühne stehen?

Immer! Ich brauche das Gefühl, aufgeregt zu sein. Ich fragte mich vorher: Wie lange willst Du das noch machen? Aber es macht ja noch Spass.

ea

Weitere Bilder: http://www.freiburger-nachrichten.ch/bildergalerien/stadl-nacht-im-forum-freiburg

 

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