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Brief an den FC Italien

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Brief an den FC Italien

Autor: Christian Schmutz

Liebe Italiener … Im Vorfeld des Spiels gegen Frankreich habt ihr öffentlich Angst bekundet, dass auch ein Sieg nichts nützen könnte, wenn die Niederlande nicht mitspielen. Von möglichem Verrat und Korruption war die Rede. Klar, ihr habt da Schweden – Dänemark vor vier Jahren im Kopf gehabt, wo sich die beiden nach 89 Minuten Powerfussball und einem glücklichen 2:2 in den Nachspielminuten nicht mehr weh taten. Und raus war Italien.

Aber zurück zu Holland. Man könnte auch zurückfragen: Wo ist da Verrat, wenn ein sicher Erstklassierter sich schont und nicht in jedem Spiel seinen besten Fussball zeigt? Und zugleich den Weltmeister als Konkurrenten ausschalten könnte … Aber so argumentiert niemand, der sich nicht auch auf eure niedere Ebene begibt.

Wer nämlich im Vorfeld von Verrat spricht, hat sich in Gedanken schon damit auseinandergesetzt. Von den Franzosen, die in der gleichen Lage waren, hat man nichts Dergleichen gehört. Die spielen erst, bevor sie Schuldige suchen. Natürlich ist euer Fussball korrupt (gekaufte Schiedsrichter, Spiele, Funktionäre), dreckig (versteckte Fouls, vorgetäuschte Verletzungen, unsägliches Zeitschinden) und voller Schiedsrichter, die an allem schuld sind. Mit «Furbo», eurem Ausdruck für ein Schlitzohr, ist da nur ein kleiner Teil der Problematik abgedeckt. Es hat schlicht und einfach mit Fairness nichts zu tun, wenn das Reglement immer wieder zu euren Gunsten umgebogen wird.

Und jetzt? – Seid ihr im Viertelfinal! Weil ihr die Franzosen geschlagen habt und vor allem, weil die Holländer nicht so denken wie ihr. Diese und ihre Fans sind Paradebeispiele für jede Fairplay-Fibel. Und wenn ihr dann mit euren kleinen Kindern auf den Rücksitzen die halbe Nacht hupend und fahnenschwingend durch die Stadt kurvt, dann denkt an die Grossherzigkeit der anderen – und schneidet euch eine Scheibe von diesem Sportsgeist ab. Denn, da bin ich sicher, der FC Italien hätte in der gleichen Situation nur aufs eigene Interesse geschaut.

Aber, liebe Italiener, Gratulation übrigens noch. Es freut mich tierisch, dass ihr die Franzosen rausgeschossen habt.

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