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Broye und Glâne sind auf der Schiene

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Helene Soltermann

Mit einem Champagner aus der Region, einem «Etoile du Vully», wurden gestern Vormittag am Bahnhof Payerne zwei der sieben neuen SBB-Personenzüge eingeweiht. Seit Ende Mai zirkulieren bereits drei der Züge auf der Strecke Yverdon-les-Bains-Freiburg-Romont. Zwei davon sind nun nicht mehr namenlos. Ein Zug wurde an der gestrigen Einweihung auf den Namen «La Broye» getauft, der andere heisst fortan «La Glâne».

Mehr Platz, weniger heiss

Die neuen Zugkompositionen der Marke Domino kosten die SBB pro Stück sechs Millionen Franken. Im Gegensatz zu einer Lokomotive, an die verschiedene Wagen angehängt werden können, besteht die Domino-Zugkomposition aus drei fixen Teilen. Der mittlere Teil ist ein komplett neuer Niederflurwagen. Dieser wurde von der Firma Bombardier in Villeneuve VD produziert. Der vordere und hintere Teil der Zugkomposition sind 20-jährige Trieb- und Steuerwagen, die renoviert worden sind. Die Züge entsprechen den heutigen Anforderungen der Fahrgäste: Klimaanlage, grosszügige Platzverhältnisse zwischen den Sitzen, Bildschirme für die Information der Reisenden, mehr Platz für Velos und Kinderwagen,ein erleichterter Zugang für gehbehinderte Personen und für Rollstuhlfahrer zugängliche Toiletten. In der zweiten Klasse bietet eine Komposition Platz für 196 Personen, in der ersten Klasse hat es 24 Plätze. Zudem hat es Stehplätze für 100 Personen – zumindest auf kurzen Strecken.

Bessere Verbindungen

Durch den Kanton Waadt sollen künftig fünf weitere Domino-Züge fahren, und zwar auf den beiden Strecken Lausanne-Yverdon-les-Bains und Lausanne-Payerne, wie Urs Schlegel, Leiter SBB Personenverkehr, sagte. Zudem sollen im Jahr 2014 jede Stunde zwei Züge zwischen Payerne und Freiburg hin- und herpendeln. Auch in Murten fahren die neuen Züge künftig ein und weg: Ab Dezember übernimmt die SBB den Regionalverkehr Payerne-Murten von der BLS. Die S-Bahn-Züge auf der Linie Bern-Murten-Payerne werden jedoch weiterhin von der BLS betrieben.

Die Redner betonten am offiziellen Festakt in Payerne, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den Kantonen Freiburg und Waadt sei. «Die neuen Züge sind ein rollendes Schaufenster für die Entwicklung des Regionalverkehrs in den beiden Kantonen», sagte etwa SBB-Personenverkehrsleiter Schlegel. Für die Taufe der Züge habe man die Stadt Payerne gewählt, weil sie ein wichtiger Knotenpunkt zwischen den Regionen sei und von der Dynamik beider Kantone profitiere.

Kantone sollen zahlen

Auch der Freiburger Staatsratspräsident Beat Vonlanthen lobte die interkantonale Zusammenarbeit. In seiner Ansprache warnte er zugleich vor den Folgen des bundesrätlichen Sparkurses beim Regionalverkehr. «Die Konsequenzen sind für den kleinen Kanton Freiburg verheerend», so Vonlanthen. Gemäss dem heutigen Stand der Dinge müsse der Kanton Freiburg im Jahr 2011 jährlich 400 000 Franken Mehrkosten für den Regionalverkehr selber tragen, weil der Bund die finanzielle Unterstützung immer mehr zurückfahre. Für das Jahr 2012 sieht es laut Vonlanthen noch schlimmer aus. Wenn der Bund wie vorgesehen nur noch für Regionalverkehrslinien mit einer Mindestnachfrage von 100 Personen pro Tag Abgeltungen zahlen werde, müsse der Kanton Freiburg mit Mehrkosten von jährlich 900 000 Franken rechnen.

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