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Brückenbau unter schwierigen Umständen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein Zimmermann steht auf einem hohen Gerüst und schlägt mit einem grossen Hammer mehrere 20 Zentimeter lange Eisenbolzen in einen Balken. Der Balken ist Teil einer der Seitenwände der neuen Höllbachbrücke. Dahinter geht es steil hinab: Etwa 20 Meter tiefer liegt das Bett des reissenden Bergbachs –nichts für Leute mit Höhenangst. Langsam nimmt die neue Höllbachbrücke Formen an. Der Ersatzbau der im Januar 2013 durch Brandstiftung zerstörten historischen Brücke über den Höllbach soll in den nächsten Wochen fertiggestellt sein. Für den 5. Juli plant die Bauherrschaft, das Amt für Wald, Wild und Fischerei, die Eröffnung.

Viel Zug und Druck

Anfang Woche sind als erstes die Stahlträger einbetoniert worden, auf denen die Brücke liegt. Dann fingen die Arbeiter der Holzbaufirma Zumwald Neuhaus AG aus Zumholz an, die neun Längsträger auf der 14 Meter langen Fahrbahn zu montieren. Sie liegen auf drei grossen Doppel-Querbalken aus hochfestem Laubholz mit den Massen 24 mal 48 Zentimeter, welche die Unterlage der neuen Brücke bilden.

Die Fahrbahn soll dereinst 40 Tonnen aushalten; so viel braucht es für die schweren Holztransporter im Höllbachgebiet (siehe Kasten). «Da entsteht viel Druck und Zug, der auf den grossen Trägern lastet», sagt Harald Brülhart. Der Holzingenieur der Firma Timbatec hat die statischen Berechnungen gemacht.

Das Holz arbeitet

Ein Knackpunkt sei gewesen, die Bretter der Fahrbahn so zu verschrauben, dass die Konstruktion die hohe Belastung aufnehmen könne, die in dem Moment entstehe, in dem ein schwerer Lastwagen die Vorderräder auf die Brücke setze. «Das Holz arbeitet permanent», erklärt er. «Wir mussten Schwinden und Quellen des Holzes berücksichtigen: Wenn das Holz feucht wird, dann quillt es auf, und wenn es abtrocknet, dann zieht es sich zusammen. Es braucht also Spielraum, muss aber zugleich auch die Last aufnehmen können.

Die Fahrbahn besteht aus Eiche, für die Fachwerkbauten wählte das Holzbauunternehmen Fichte/Tanne und für hochbelastete Träger Esche. Als Brettschichtholz ist das Laubholz fast doppelt so stark wie etwa Tanne. Für die Verbindungen werden rund 500 Eisenbolzen verwendet.

Wenig Platz

Sämtliche Einzelteile für die Brücke sind in den letzten Wochen in der Werkstatt von Zumwald Neuhaus vorgefertigt und dann in den Plasselbschlund transportiert worden. Eine Vormontage, zum Beispiel der beiden Seiten des Fachwerks, war nicht möglich. Die Platzverhältnisse zwischen Felsen und Flussbett sind zu eng.

Auf dem Bauplatz sind alles geübte Zimmerleute beschäftigt. «Auch für sie ist es nicht ein alltäglicher Einsatz, eine solche Holzbrücke zu konstruieren», sagt Harald Brülhart. Und auch für ihn ist die Situation speziell: Geplant hat er schon einige Holzbrücken; bei der Ausführung dabei zu sein, ist eine Premiere für ihn.

Oberhalb der Baustelle am Hang ist eine Kamera montiert: In regelmässigen Abständen knipst sie ein Bild. Die Baufortschritte werden an der Eröffnungsfeier gezeigt.

Brücke: Wichtig für die Forstwirtschaft

D ie alte Höllbachbrücke ist am Anfang Januar 2013 durch Brandstiftung zerstört worden. Bis heute sind Täterschaft und Motiv nicht bekannt. Die Brücke war 1939 erbaut worden und war ein Symbol für die damals laufende Wiederaufforstung im Plasselbschlund. Sie bildete zugleich die Sprach- und Bezirksgrenze zwischen dem Sense- und dem Greyerzbezirk. Dies soll an der neuen Brücke zum Ausdruck kommen – wohl in Form einer Inschrift.

Der Staat Freiburg beziehungsweise das Amt für Wald, Wild und Fischerei hat entschieden, die Brücke wieder aufzubauen. Die Kosten für die 4,2 Meter hohe und 32 Tonnen schwere Brücke belaufen sich auf rund 170 000 Franken.

Eine wichtige Vorgabe der Bauherrschaft war, dass einheimisches Holz zum Zug kommt. Für die Brücke verarbeitet die Firma Zumwald Neuhaus AG rund 40 Kubikmeter Holz.

Wenn die Brücke fertig gebaut ist, wird sie vor allem für die Forstwirtschaft genutzt. Der Staatsforstbetrieb Sense schlägt durchschnittlich pro Jahr 1300 Kubikmeter Holz im Höllbachtal. Als die alte Brücke abgebrannt war, musste die Forstequipe grosse Umwege in Kauf nehmen, um die rechte und linke Seite des Berghangs zu bewirtschaften, wie Daniel Pürro, Betriebsleiter und Revierförster des Staatsforstbetriebs, erklärt. «Die Brücke verkürzt unsere Transportwege und -zeiten.» Zudem sei es in vielen Jahren wegen des Schnees, der im oberen Teil des Tales bis weit ins Frühjahr liegen bleibt, unmöglich, von der rechten Talseite auf die andere Seite (Tatüren) zu gelangen. «Auf der rechten Seite des Bachs ist der Schnee jeweils viel früher geschmolzen.» im

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