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Brückenbauerin zwischen den Kulturen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Arbeit mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen fasziniert Corinna Mauron. «Gleichzeitig sind die soziokulturellen Unterschiede auch das Schwierigste an meinem Job», sagt die junge Freiburgerin, die seit fünf Jahren für die ORS Service AG arbeitet, welche im Kanton für die Betreuung der Asylsuchenden verantwortlich ist.

Corinna Mauron hat vor sechs Jahren die Lehre zur Restaurationsfachfrau im Hotel des Alpes in Düdingen abgeschlossen, das ein Programm für die Integration von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt durchführt. Dabei kam sie in Kontakt mit vielen Migrantinnen und Migranten. «Ich habe gemerkt, dass sie Hilfe brauchen.»

Vermittlerin und Lehrerin

So entschloss Mauron, sich zur Migrationsfachfrau auszubilden, und begann bei der ORS AG zu arbeiten. Heute hat sie bei der Firma verschiedenste Funktionen: Sie ist einerseits zuständig für die Betreuung der Asylsuchenden im Zentrum in Düdingen. Das bedeutet, dass sie deren Ämtli kontrolliert, sich um Arzttermine kümmert und Ansprechperson ist für alle möglichen Fragen der Asylsuchenden. Gleichzeitig gibt Mauron Deutschkurse, macht Animationsprogramme für unbegleitete minderjährige Asylsuchende und ist Vermittlerin für das Projekt «Wagen wir Gastfreundschaft».

«Ich mag den Kontakt zu Menschen», sagt sie. Gleichzeitig sei das Verhalten der Asylsuchenden nicht immer einfach nachzuvollziehen. «Weshalb muss ich jemanden für einen Arzttermin wecken? Warum kommt einer immer zu spät für den Deutschkurs?»–Ein wichtiger Teil ihrer Arbeit sei, die kulturellen Unterschiede zu verstehen, aber gleichzeitig einen Weg zu finden, um den Asylsuchenden die hiesigen Sitten beizubringen. «Sie müssen lernen, sich an unsere Gepflogenheiten zu halten. Meine Aufgabe ist es, ihnen dabei zu helfen.»

Insbesondere für das Verständnis von unterschiedlichen Verhaltensweisen der Eritreer erhält Mauron Hilfe zu Hause: Ihr Freund ist ein Eritreer mit ägyptischem Pass. «Ich habe ihn aber nicht bei der Arbeit, sondern im Ausgang kennengelernt», sagt Mauron lachend. Ihr Freund sei im Familiennachzug, also nicht als Asylsuchender, in die Schweiz gekommen und habe ihr schon vieles erklären können. Das könne sie dann an Arbeitskollegen weitergeben.

Persönliches Engagement

Auch privat engagiert sich Corinna Mauron für Flüchtlinge und Migranten. So hat sie den Verein Hiwot gegründet, was in Tigrinya, einer der Nationalsprachen der Eritreer, «Leben» bedeutet. Mit verschiedenen Projekten will sie zusammen mit zwei anderen Vereinsmitgliedern die Integration von Eritreern, aber auch von anderen Migranten, verbessern. «Eritreer sind oft zu stolz, um Hilfe zu fragen», sagt sie. Sie versuche deshalb als Brückenbauerin zu agieren.

Manchmal in der Kritik

In einer Zeit, in der Flüchtlinge bei vielen nicht gern gesehen sind, erhält Corinna Mauron für ihr Engagement auch Kritik. So etwa innerhalb der Verwandtschaft. «Es ist nicht einfach, damit umzugehen», sagt sie. Von ihrem Weg abbringen lässt sie sich deshalb nicht. «Ich werde mich auch künftig für Migrantinnen und Migranten einsetzen.»

Das Zusammenleben mit Asylsuchenden ist auch im Kanton Freiburg ein omnipräsentes Thema. In einerSommerserieberichten die FN über Asylsuchende, deren Tätigkeiten sowie über Personen, die mit Asylsuchenden arbeiten.

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