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Brünisrieder haben die Qual der Wahl

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Sechs Projekte für ein Mehrzweckgebäude in Brünisried

Schon sehr lange diskutiert man in Brünisried über ein Mehrzweckgebäude. Der Bedarf ist unbestritten, alle Vereine sehnen sich danach, einen passenden Raum zum Training oder für die Proben zu bekommen sowie einen grösseren Saal für öffentliche Anlässe. In den letzten Jahren ist das Vorhaben jeweils verzögert worden, weil es unterschiedliche Meinungen über die Ausmasse des Projekts gab.

Vor einigen Monaten wurde man sich einig, dass der «Saal», von dem in früheren Diskussionen immer wieder die Rede war, zu klein dimensioniert war. Es bildete sich eine Kommission, in der drei Gemeinderäte, fünf Vertreter von Vereinen sowie die Finanzkommission Einsitz nahmen. Als nächstes sammelte man bei den rund ein Dutzend Ortsvereinen die Wunschvorstellungen über das zukünftige Mehrzweckgebäude. Daraus ergab sich zum Beispiel, dass ein Saal mit rund 250 Plätzen, einer Bühne und der Möglichkeit zur Parkettbestuhlung gewünscht wird. Auch sollte die Halle für den Schulsport nutzbar sein.

Zwei Standorte

Die Kommission hat in der Folge rund sechs mögliche Standorte näher angeschaut und sich dann auf zwei geeinigt. Der eine befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Restaurants Linde an der Hauptstrasse, der andere ist direkt neben dem Schulhaus. Drei Architekte wurden beauftragt, Projekte innerhalb der Rahmenbedingungen (Standort, Wunschliste, Kostenrahmen) auszuarbeiten. Bis Ende Februar lagen diese Vorschläge auf dem Tisch und Ende März konnten die Bürgerinnen und Bürger an der Gemeindeversammlung erstmals grob darüber informiert worden.

Es wurde entschieden, die Projekte in Form einer Ausstellung der Öffentlichkeit zu präsentieren, wobei die Diskussion über die Finanzierung bewusst ausgelassen wurde. Dieser Punkt soll erst an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 12. Mai miteinbezogen werden.

Minimal- und Maximal-Varianten

Vielen Brünisriederinnen und Brünisrieder haben die Gelegenheit benutzt, die Ausstellung am letzten Wochenende zu besuchen und sich die Pläne und Modelle für die sechs Varianten anzusehen. Die Anzahl Möglichkeiten hat sich ergeben, weil die Architekten jeweils eine Minimal- und eine Maximal-Variante vorlegten.

So ergaben sich zum Beispiel sowohl für den Standort Dorf wie auch für den Standort Schulhaus Projekte, die fast alle genannten Wunschvorstellungen der Vereine enthalten, aber auch preislich recht hoch angesetzt sind (4 bzw. 3 Mio. Franken). Die restlichen Projekte liegen zwischen 2 und 2,5 Mio. Franken und sind wohl realistischer. Zwangsläufig wurde bei ihnen die Notwendigkeit vor die Wünschbarkeit gesetzt und auch architektonisch sind den Ideen Grenzen gesetzt, in erster Linie gibt es Unterschiede bei den Dachformen, wie Gemeinderat André Schwartz, der die Kommission präsidiert, ausführte.

Kann es sich Brünisried leisten?

Nicht unbedingt die Modelle haben an der Ausstellung Anlass zur Diskussion gegeben, sondern vor allem auch die Frage, ob die Gemeinde ein solches Projekt überhaupt vermag. Die Frage, ob eine Steuererhöhung zur Finanzierung nötig ist, stehe im Raum, erklärte André Schwartz. Die Gemeinde mit einer relativ tiefen Pro-Kopf-Verschuldung von rund 1200 Franken hat beim Gemeindedepartement eine Belastbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Die Kommission hat sehr viel Arbeit in die Vorbereitungsphase gesteckt und wird auch bis zur Mai-Gemeindeversammlung noch alle Hände voll zu tun haben, um die Projekte samt Finanzierungsabklärungen gut präsentieren zu können. Der Gemeinderat betont, dass man innerhalb dieser Gruppe eine sehr gute Zusammenarbeit hatte und sich auch immer bemüht hat, alle anderen nicht vertretenen Vereine laufend zu informieren.

Letzte Gelegenheit?

Ziel ist es, an diesem 12. Mai ein Projekt auszuwählen und einen Kredit für die Detailplanung zu sprechen. Wenn alles nach Plan verläuft, soll noch vor Ende dieser Legislaturperiode ein Baukredit gesprochen sein. Nach Meinung von André Schwartz ist dies eine der letzten Gelegenheiten, das Projekt spruchreif werden zu lassen. Wenn nach 2001 ein neuer Gemeinderat sich wieder in das Geschäft einarbeiten muss, kann das Ganze um weitere Jahre oder Jahrzehnte verzögert werden.

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