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Brünisrieder wollen die Schule und die Abfalldeponie im Dorf behalten

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Die Senseoberland-Gemeinden Brünisried, Oberschrot, Plasselb, Plaffeien, Rechthalten und Zumholz stecken mitten in den Verhandlungen für die Gemeindefusion. Der Gemeinderat Brünisried wollte von den Einwohnern konkret wissen, was ihnen wichtig ist und auf welche Punkte der Rat bei den Verhandlungen pochen soll. «Die Fusion bringt uns eine grosse Veränderung. Im Gegensatz etwa zu Plaffeien werden wir vieles aufgeben müssen», sagt Walter Marti, Ammann von Brünisried. Er zählt dabei mögliche Punkte auf wie die Gemeindeverwaltung, die Belegung der Turn- und Mehrzweckhalle oder die Abfallregelung.

Anfang Jahr hat der Gemeinderat einen Fragebogen verschickt und diesen nun ausgewertet. An der Gemeindeversammlung von kommendem Freitag wird der Gemeinderat die Resultate der Umfrage präsentieren und mit den Anwesenden diskutieren.

Brünisried ist die einzige der sechs Gemeinden, die eine solche Umfrage gemacht hat. «Wir wollen die Bevölkerung zur Fusion hinführen», sagt Ammann Marti. Es brauche in Brünisried einiges an Überzeugungsarbeit. Dies habe sich etwa bei der Abstimmung über den Kredit für die Fusionsverhandlungen gezeigt; die Gemeindeversammlung nahm diesen erst nach langer Diskussion an.

238 Antworten

Der Gemeinderat hat den Fragebogen in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil beantworteten die Bürger Fragen zu Infrastruktur, Steuern und politischem System. Der zweite Teil beinhaltete Fragen zur persönlichen Einstellung gegenüber der geplanten Fusion und zur Bereitschaft, sich in der Gemeinde zu engagieren. Die Gemeinde verteilte 521 Fragebogen, knapp die Hälfte, also 238, wurden ausgefüllt.

Abfall und Schule wichtig

Die Auswertung zeigt, dass den Brünisriedern insbesondere die Abfalldeponie und die Schule am Herzen liegen. 95 Prozent, respektive 86 Prozent, der Abstimmenden sprachen sich für deren Verbleib in Brünisried aus. «Ich bin zuversichtlich, beides in Brünisried behalten zu können», sagt Ammann Walter Marti. Bei den Schulen gelte es, die bestehenden Infrastrukturen zu nutzen. «In keiner Gemeinde gibt es im Moment zu viel Platz in den Schulhäusern», führt er aus.

Der Hälfte der Abstimmenden ist es wichtig, dass die Verwaltung an bestimmten Tagen in Brünisried offen bleibt. Ob dies möglich sein wird, ist gemäss Marti ungewiss.

Für knapp die Hälfte der Leute spielt der Steuerfuss eine Rolle für den Entscheid in Bezug auf die Fusion. «Das ist wenig», sagt Marti. Er habe aber auch seit Beginn der Diskussionen um eine Fusion klargemacht, dass Brünisried den aktuellen Steuerfuss von 87,1 Rappen pro Franken Kantonssteuer auch ohne Fusion nicht werde beibehalten können. «Die Steuern werden steigen.»

Für kein Engagement bereit

 Generell ist aus der Auswertung zu lesen, dass eine Mehrheit der Brünisrieder einer Fusion zustimmen würde: 89 Prozent der Abstimmenden geben an, sie würden einer Fusion zustimmen, wenn sie die Fusionsvereinbarung überzeugt, 40 Prozent würden einer Fusion in jedem Fall zustimmen und nur fünf Prozent lehnen eine Fusion grundsätzlich ab. Für über 80 Prozent der Personen, welche den Fragebogen ausgefüllt haben, ist wichtig, dass Brünisried nach der Fusion langfristig im Gemeinderat vertreten ist. «Gleichzeitig ist aber niemand bereit, sich für ein solches Mandat zu verpflichten», sagt Marti.

In diesem mangelnden Engagement sieht der Ammann denn auch den wichtigsten Grund für eine Fusion. «Um alleine fortbestehen zu können, würde es in erster Linie ein Umdenken der Bevölkerung bezüglich politischer Mitarbeit brauchen.» Ebenfalls wäre es notwendig, die Verwaltung zu professionalisieren. «Die Verwaltung ist nicht immer erreichbar, das wird vom Kanton nicht mehr toleriert.» Das Fazit des Ammanns ist denn auch: «Wir müssen eine Fusion anstreben.»

Zahlen und Fakten

Vereinbarung bis Mitte 2015 vorlegen

Die sechs Senseoberland-Gemeinden Brünisried, Oberschrot, Plasselb, Plaffeien, Rechthalten und Zumholz wollen spätestens bis Ende 2016 fusionieren, denn bis dann erhalten sie finanzielle Unterstützung vom Kanton. Nachdem die Gemeindeversammlungen aller sechs Gemeinden in den vergangenen Monaten den Kredit für die Fusionsverhandlungen gesprochen haben, erarbeiten die Gemeinderäte eine Fusionsvereinbarung. Diese müssen sie gemäss Gesetz bis am 30. Juni 2015 beim Kanton einreichen.mir

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