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Bruno Fasel: «Volk hat Anspruch auf Wahrheit»

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Kurz bevor die Affäre um das Kadermitglied der Kriminalpolizei, das nicht «blasen» musste, aufflog, hatte der CSP-Grossrat Bruno Fasel aus Schmitten eine Anfrage an den Staatsrat eingereicht, die 14 weitere Grossräte mitunterzeichneten. «Verschiedene Informationen rund um das Polizeikorps geben zu Besorgnis Anlass», hielt er fest und sprach dabei auch von Mobbing.

Unzufrieden mit Antwort

Mehr als vier Seiten umfasste die Antwort des Staatsrates, die Sicherheitsdirektor Erwin Jutzet anlässlich einer Pressekonferenz vorstellte (vgl. FN vom 6. Juni). «Der Staatsrat steht klar hinter Polizeikommandant Pierre Nidegger», titelten die FN damals.

«Die Antwort ist nicht befriedigend», kontert Bruno Fasel. «Sie ist zu oberflächlich, zu allgemein», meint er und weist auf die Feststellung des Staatsrates hin, wonach laut einer Umfrage der Uni Neuenburg im Jahre 2007 80 Prozent der Polizisten zufrieden sind. «Und die restlichen 20 Prozent? Das sind bei einem Polizeikorps von fast 600 Leuten rund 120 Unzufriedene. Die geben mir zu denken», erklärt Fasel, der auch aufgrund von vielen Reaktionen aus dem Polizeikorps weiss, dass nicht alles rund läuft.

Gute Arbeit an der Basis

«Ich habe nichts gegen die Polizei, im Gegenteil, sie verrichtet gute Arbeit», betont er und denkt dabei besonders an die Polizei auf dem Terrain. Gleichzeitig weist er auf Mängel in der Führung hin.

Führungsfehler?

So wollte Bruno Fasel in der Anfrage wissen, ob es stimme, dass ein verdienter Beamter mit langjähriger Erfahrung kurz vor seiner Pensionierung entlassen werden soll. «Dieser Fall hat seit 2003 zu rund zehn personalrechtlichen Interventionen Anlass gegeben: mehrere ungenügende Beurteilungen, Verwarnung, Ermahnung, Entzug von Verantwortung, Mutation», antwortete der Staatsrat. «Wieso dauerte es sechs Jahre, bis Massnahmen zu seiner Entlassung ergriffen werden?», fragt sich Fasel und spricht von einem Führungsfehler.

«Werden abgeblockt»

Mühe bereitet Bruno Fasel, vor allem, dass «gewisse Leute abgeblockt werden». Dabei lässt er durchblicken, dass sich Polizisten stillhalten, weil sie sonst um ihren Job fürchten müssten. «Das Freiburger Volk hat das Recht, die Wahrheit zu vernehmen», fährt er fort und verlangt Transparenz, die von unten nach oben, aber auch von oben nach unten geht. «Es ist ein Geben und ein Nehmen», sagt er.

«Will nicht wahrhaben»

Jedenfalls ist seine Besorgnis um die Polizei weiterhin vorhanden. «Die Führung will gewisse Probleme nicht wahrhaben», sagt Bruno Fasel und zeigt sich überzeugt, dass seine Besorgnis in der Führungsetage zu leicht genommen wird.

Zu den Antworten des Freiburger Staatsrates, die das Kadermitglied der Kriminalpolizei betreffen, will Fasel nicht Stellung nehmen, solange das Verfahren läuft. Bekanntlich muss Untersuchungsrichter Jean-Luc Mooser in Anwesenheit der Staatsanwältin die betroffenen Polizisten nochmals einvernehmen. «Ich werde sie in den nächsten vierzehn Tagen nochmals verhören», hält Jean-Luc Mooser gegenüber den FN fest. az

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