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Buch-Paradies kämpft um seine Zukunft

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Autor: URS HAENNI

Freiburg Der Buchhandel geniesst vor allem in Freiburg noch paradiesische Verhältnisse. Buchhändler Christophe Piller von Librophoros sagte an der gestrigen Pressekonferenz, dass es in der Stadt Freiburg noch zwölf Buchhandlungen gebe. Zwei Buchhandlungen sind eingegangen, dafür sind mit Fnac und Payot zwei grosse dazugekommen. Nationalrat Dominique de Buman, welcher das Dossier Buchpreisbindung im Parlament vom verstorbenen Jean-Philippe Maitre übernommen hatte, sprach von einem veritablen Reichtum. Dies vor allem auch, weil Freiburg in Europa jene Stadt mit den meisten Studenten pro Einwohner sei. Der Politiker wies auch darauf hin, dass im Kanton Freiburg jedes Jahr noch rund 15 Lehrlinge den Beruf des Buchhändlers erlernen.

Doch de Buman teilt Befürchtungen der Buchbranche, dass ohne Buchpreisbindung der Reichtum an Büchern und Buchhandlungen auch in Freiburger verloren gehen könnte.

Nationalrat Christian Levrat konstatiert, dass insbesondere kleine, regionale Buchhandlungen aussterben: «Zwei Drittel der gehandelten Bücher gehen bei einem der vier grössten Händler über die Theke.» Dies schmerzt Christian Levrat: «Bücher sind nicht dazu da, um mit einer Büchse Ravioli verkauft zu werden.»

In der Romandie

Levrat glaubt, dass die derzeitige Marktsituation dem Buchhandel in der Welschschweiz noch mehr schadet als in der Deutschschweiz. Der Verleger Jean-Bernard Repond (Paulus-Verlag) pflichtet ihm bei. In der Westschweiz gehe der Buchhandel schon seit 20 Jahren zurück, in der Deutschschweiz erst seit vier Jahren. Ein Grund dafür ist, dass Bücher in der Romandie zu 40 Prozent teurer über den Ladentisch gehen als in Frankreich. In der Deutschschweiz sei dies weniger ausgeprägt.

Folglich müsse die Westschweiz im Kampf für das Bundesgesetz über den Bücherpreis der Deutschschweiz den Weg vorzeigen. Für Christian Levrat wird die Abstimmung vom 11. März nicht zwischen den politischen Lagern Links und Rechts entschieden, sondern zwischen «solchen, die traditionelle Werte erhalten wollen und Markt-Fetischisten».

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