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Buch und Autorin: «Das ganze Wunder Chandolin»

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Die Walliser Dichterin Corinna Bille wird 1912 in Siders geboren. Ihr Vater ist ein weitgereister Maler und Schriftsteller, die Mutter Bergbäuerin. Corinna Bille führt, nach Lehrjahren in der Innerschweiz und in Paris, ein naturverbundenes Nomadenleben in Walliser Weilern, zusammen mit anderen Schriftstellern.

Darunter ist auch der Westschweizer Dichter Maurice Chappaz, den sie 1947 heiratet und mit dem sie drei Kinder hat. In den Siebzigerjahren unternimmt sie viele Reisen. Als sie 1979 stirbt, gilt sie in der Westschweiz als eine der bedeutendsten Schweizer Autorinnen.

Viele von Corinna Billes Romanen beruhen auf wahren Begebenheiten, so auch Teile von «Venusschuh». Der Roman beginnt mit einem Herbstspaziergang des Studenten Martin Lomense, bei dem er auf die alte Bergbäuerin Désirée trifft, die in Todessehnsucht durch die Rhone watet. Er zieht sie aus dem Wasser und folgt ihr auf beschwerlichen Wegen ins abgelegene Bergdorf Maldouraz.

Dort gerät er in die Hochzeitsfeier von Grégoire, dem stillen Herrscher des Dorfes, und Bara, einer geheimnisvollen Schönheit aus dem französischen Flachland. Da wird Bara von ihrem Vater und einem früheren Liebhaber, dessen Kind sie erwartet, entführt. Nachdem Grégoire sie zurückgeholt hat, wird sie unter strenge Aufsicht gestellt. Martin Lomense gerät in den Bann des Dorfes und seiner Bewohner. Vor allem zu Bara fühlt er sich hingezogen. Als der Frühling heraufzieht, flieht Bara noch einmal ins Tal, unterstützt von Martin und verfolgt von den Dorfbewohnern …

Archaisches Wallis

Neben der in knappen Sätzen und poetischen Bildern geschilderten Handlung, die mit Elementen von Traum und Fantastik durchzogen ist, stehen im Roman vor allem das Dorf und die es umgebende Natur im Mittelpunkt. Die Landschaft des Wallis wird geschildert als eine wilde, archaische Welt, rätselhaft und urgewaltig, mit eigenen Gesetzen, die das Leben der Menschen bestimmen.

Der Roman sollte «das ganze, in all den Jahren gesammelte Wunder Chandolin» enthalten, das Bergdorf, in dem Corinna Bille viel Zeit verbrachte und das als Vorbild für das Maldouraz aus dem Buch diente. Erfolgreich vereint Bille bäuerliche Lebenswelt und eine grosse literarische Gabe. iv

S. Corinna Bille, Venusschuh. Aus dem Französischen von Hilde und Rolf Fieguth. Waldgut Verlag, Frauenfeld 2007. 192 S.

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