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Buddhistische Kunst in Greyerz

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Autor: Carole Schneuwly

Der Genfer Immobilienmakler Alain Bordier hat sich in Greyerz einen Traum erfüllt: seine grosse Sammlung buddhistischer Kunst dauerhaft an einem Ort zusammenzuführen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dass seine Wahl auf Greyerz fiel, sei dem Zufall zu verdanken, der ihn das seit Jahrzehnten leer stehende Gebäude entdecken liess, sagte Bordier am Freitag vor den Medien. Es handelt sich um die Kapelle St-Joseph und das dazugehörige Pfarrhaus, die zum Schloss St-Germain gehörten, in dem sich heute das HR-Giger-Museum befindet.

2004 erwarb Alain Bordier das Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert von den privaten Vorbesitzern. Etwa vier Jahre dauerten die umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten. Dabei habe man eng mit dem kantonalen Amt für Kulturgüter zusammengearbeitet, erklärte Architekt Olivier Charrière. Dieses habe nicht zuletzt seine Zustimmung gegeben, in einer ehemaligen katholischen Kapelle ein der buddhistischen Kunst gewidmetes Museum einzurichten.

Harmonisches Ganzes

So schweift nun der Blick des Besuchers hin und her zwischen tibetischen Skulpturen und Gemälden und den restaurierten Kapellenfenstern und Wandgemälden mit Darstellungen katholischer Heiliger. Ein harmonisches Ganzes entstand nicht zuletzt durch das Farbkonzept: Im Museum dominieren die im Buddhismus wichtigen Farben Blau und Rot, die sich in der restaurierten Kapelle wiederfinden.

In der Kapelle ist der Hauptteil der Ausstellung untergebracht, der sich fast ausschliesslich der tibetischen Kunst widmet. Im früheren Pfarrhaus finden sich auch Objekte aus Nepal, Indien, Burma, Afghanistan oder Pakistan.

Von der Schönheit geleitet

Etwa 350 Objekte umfasst die Sammlung von Alain Bordier insgesamt; gut 100 davon sind im Museum ausgestellt. Die Exponate würden regelmässig ausgewechselt, so Bordier. Die Sammlung entstand über einen Zeitraum von gut 25 Jahren und reicht bis ins 7. Jahrhundert zurück. Was ihn vor allem anderen geleitet habe, sei die Schönheit dieser Kunstwerke, sagte der Sammler. Diese Schönheit wolle er nun mit den Besucherinnen und Besuchern des Museums teilen. «Es geht mir weder um Politik noch um Religion, sondern um die Kunst.»

Bordier betont, dass er kein Einziges seiner Sammlerstücke in Tibet gekauft habe. Es handle sich ausschliesslich um Werke, die durch den Exodus spiritueller Meister als Folge der chinesischen Unterdrückung auf der ganzen Welt gelandet seien. Durch den Erwerb der Objekte wolle er dazu beitragen, sie zu bewahren und zusammenzuhalten.

Stiftung gegründet

Damit dies auch langfristig gesichert ist, hat Bordier Anfang Jahr eine Stiftung gegründet, in deren Besitz die gesamte Sammlung übergegangen ist und die auch für das Museum verantwortlich ist. Den täglichen Betrieb gewährleisten eine Administratorin und vier Rezeptionistinnen. Für den Kauf des Gebäudes, den Umbau und die Einrichtung hat Alain Bordier etwa 2,6 Millionen Franken investiert.

Tibet-Museum, Rue du Château 4, Greyerz. April bis November: täglich 11 bis 18 Uhr. Dezember bis März: Di. bis Fr. 13 bis 17 Uhr, Sa. und So. 11 bis 18 Uhr. Heute Samstag, den 4. April, findet ein Tag der offenen Tür statt.

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