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Buess will Liegenschaft verkaufen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Liegenschaft der Murtner Firma Buess ist im Internet zum Verkauf ausgeschrieben, wie Recherchen der FN ergaben. Zwar wird an dem Standort weiterhin gearbeitet, die illegale Tätigkeit der industriellen Steinverarbeitung führt das Unternehmen an dem Standort jedoch nicht mehr aus. Dies sagte Daniel Lehmann, Oberamtmann des Seebezirks, auf Anfrage. «Die Firma hat die unzulässige Steinverarbeitung per Ende März ausgelagert.» Die Gemeinde Murten habe dies im April kontrolliert.

Die maschinelle und industrielle Steinverarbeitung ist an dem Standort laut Bundesgericht verboten, weil diese Tätigkeit nicht als sogenannt «stilles Gewerbe» gelte, wie im Quartierplan vorgeschrieben (siehe Kasten). Eine Verfügung des Oberamtes hatte die Firma über längere Zeit missachtet. Deshalb verurteilte die Staatsanwaltschaft den Geschäftsführer der Buess AG Patrick Bauer im Februar wegen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen mittels Strafbefehl zu einer Busse von 2000 Franken.

Patrick Bauer war gestern auf Anfrage nicht erreichbar. Seine Sekretärin Margrit Hediger bestätigte gegenüber der FN, dass die Immobilie zum Verkauf stehe. Hediger sagte zudem, dass an dem Standort bis auf unbestimmte Zeit weitergearbeitet werde. Ob ein neuer Standort in Aussicht steht, wisse sie nicht.

Weil die Tätigkeit der Steinverarbeitung an dem Standort illegal ist, ist die gesamte Baute noch nicht bewilligt. Denn die Steinverarbeitung ist Teil des Baugesuchs der Firma. Um die Immobilie zu legalisieren, reichte das Unternehmen deshalb im November ein zweites Baugesuch ein. Dagegen sind 14 Einsprachen eingegangen. Das Dossier ist hängig und liegt laut Oberamt beim Kanton.

Der Verkaufspreis für die gesamte Immobilie mit einer Produktionshalle, Parkplätzen, Lagerfläche, Büros und einer Wohnung auf rund 4000 Quadratmetern Gewerbefläche beträgt vier Millionen Franken. Die Verfügbarkeit wird in dem Inserat auf der Internetplattform anibis.ch mit «per sofort» angegeben.

Chronologie

Die wichtigsten Etappen

Ursprünglich war die Firma Buess in der Nähe des Bahnhofs Murten angesiedelt. Das Unternehmen stellt Grabdenkmäler und Kunststeine her. 2010 ersuchte Buess um die Bewilligung für den Bau einer Fabrikhalle, Büros und einer Wohnung im Merlachfeld in Murten. Die Gemeinde Murten unterstützte dieses Vorhaben. Doch gegen das Baugesuch gingen Einsprachen ein. 2011 erteilte das Oberamt des Seebezirks die Baubewilligung und wies die Einsprachen ab. Die Anwohner zogen den Fall aber weiter. Die Firma baute dennoch auf eigenes Risiko. Doch das Kantons- und im Anschluss auch das Bundesgericht gaben den Einsprechern 2013 Recht: Die Steinverarbeitung ist an dem Standort gemäss Quartierplan illegal. Das Oberamt verfügte deshalb erstmals 2015, dass die Firma ihre Tätigkeit der Steinverarbeitung einstellen müsse. Da die Firma die Verfügung missachtete, folgte im Februar eine Busse.

emu

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