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Bullen ohne Herdentrieb

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Bullen ohne Herdentrieb

1. Liga Eishockey – Düdingen überliess Neuenburg das Spiel

Einst waren die Düdingen Bulls Tabellenführer, bissig und eine Herde. In Neuenburg waren sie handzahm, brav und ohne kollektiven Gedanken. Düdingen verlor mit 5:2 das fünfte Spiel in Serie und hat damit den Weg auf die Siegerstrasse weit verfehlt.

Von SACHA JAQUEROUD

Die Bulls haben den angekündigten Rückweg zur Siegesstrasse nicht gefunden. Im Gegenteil: Das Kollektiv war kaum vorhanden. Auch wenn Strafen den Spielfluss hemmten, auch wenn Gottéron-Junioren fehlten, agierten die Bulls ohne Herdentrieb. Wer hätte das noch vor wenigen Spielen gedacht: Die fünfte Niederlage in Serie lässt die Düdinger sogar um die Playoff-Plätze zittern; und das als ehemaliger Tabellenführer notabene.

Von der angekündigten Offensive der Bulls war in den ersten 20 Minuten wenig bis nichts zu sehen. Je länger das Drittel andauerte, desto mehr Chancen eröffneten sich für die Neuenburger. Nach einem Lattenknaller in der siebten Minute fiel nur Sekunden später das 1:0 für Neuenburg durch Scheidegger. Die Neuenburger erhielten viel Raum, um Tempo zu entwickeln oder vor dem Drittel von Bulls-Hüter Dorthe vermehrt nachzusetzen. Die Bullen zeigten sich kaum.

Man merkte, dass sich Düdingen bemühte, aber man merkte auch, dass die Harmonie, das Kollektiv, abhanden gekommen war. Schon fast nostalgisch muss man auf die ersten zwanzig Spiele zurückblicken, als die Bullen mit den Hörnern voran ins Drittel fuhren und als Herde auftraten. Nun war davon nichts zu sehen. Dennoch schien das zweite Drittel vorerst eine Wende herbeizuläuten; Jamusci konnte Blaser bezwingen und traf zum 1:1-Ausgleich für die Bulls in der 23. Minute.

Den Bulls gab dieser Treffer Auftrieb, obgleich das Aufbäumen durch Strafen im Keime erstickt wurde. Dies half mit, dass die Mannschaft erneut aus den Angeln geriet und nur wenig später zu dritt den erneuten Führungstreffer der Gastgeber in Kauf nehmen musste. Als kurz vor Drittelsende Mottet gar das 3:1 erzielte, war es Fontana, der für zehn Minuten auf die Bank musste; er konnte sich mit den Entscheidungen des Unparteiischen überhaupt nicht anfreunden.
Für die verbleibenden 20 Minuten musste die Devise der Bulls Angriff total lauten. Aber es kam kein verwandeltes Düdingen aufs Eis zurück. Die Herde war noch immer ungeeint, die Harmonie verflogen. Als Scheidegger in der 46. Minute das 4:1 erzielte, war die Niederlage der Düdinger besiegelt. Und in der Talsole des Misserfolges, ohne Druck, dann die schönste Kombination der Bullen, die nach einem öffnenden Pass von Thalmann zum 4:2-Treffer der Bullen führte. Bürgy war der Vollstrecker. Aber dieses Highlight war kaum verklungen, bestimmten wieder die Strafen das Geschehen, bis dass Schranz in der 54. Minute abermals alles klar machte und die Neuenburger Young Sprinters ans Ziel ihres Spiels führte.

Neuenburg – Düdingen 5:2 (1:0, 2:1, 2:1)

Du Littoral. 100 Zuschauer. SR: Matthey (Huguet, Erard). Tore: 8. Scheidegger (Brusa, Aebersold) 1:0. 23. Jamusci (Bürgy, Schönenweid) 1:1. 25. Aebersold (Ott, Castioni/Ausschluss Rigolet, Brechbühl) 2:1. 39. Mottet (Brusa, Egger) 3:1. 46. Scheidegger (Aebersold, Brusa) 4:1. 49. Bürgy (Thalmann) 4:2. 54. Schranz (Castioni, Corminboeuf) 5:2.

Neuenburg Young Sprinters: Miserez; Mottet, Rey; Ott, Kaufmann; Corminboeuf, Dorthe; Brusa, Aebersold, Scheidegger; Egger, Van Vlaenderen, Aubert; Personeni, Castioni, Schranz.
HC Düdingen Bulls: Dorthe; Serena, Rigolet; Stock, Dousse; Bucheli, Rappo; Thalmann, Fontana, Brügger; Fasel, Albisetti, Brechbühl; Jamusci, Schönenweid, Bürgy.
Strafen: 10x 2 Min. gegen Neuenburg, 15 x 2 Min. und 1 x 10 Min. gegen Düdingen. Bemerkungen: Neuenburg ohne Brasey, Düdingen ohne Celio (verletzt) und Vonlanthen (Beruf).

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