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Bund will weniger Fahrzeugprüfungen

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Obwohl der Betriebsertrag des kantonalen Amts für Strassenverkehr und Schifffahrt im letzten Jahr von 19,3 auf 19 Millionen Franken leicht zurückgegangen ist, resultierte eine Steigerung des Gewinns von 3,1 auf 3,3 Millionen Franken. Der Kanton profitiert davon mit einem Beitrag von 3 Millionen Franken: so viel wie noch nie. Ab diesem Jahr ist diese Abgabe an den Kanton aber per Vereinbarung auf 2,8 Millionen Franken festgesetzt. «Es hatte viele Diskussionen um die Verselbstständigung des Amts für Strassenverkehr und Schifffahrt gegeben. Der heutige erfolgreiche Betrieb des Amts gibt dem damaligen Staatsrat recht», sagte gestern an der Bilanz-Medienkonferenz Staatsrat Maurice Ropraz (FDP), der seit Beginn des Jahres Verwaltungsratspräsident ist.

Längere Prüfintervalle

Direktor Marc Rossier erklärte den Rückgang des Betriebsertrags damit, dass 2016 rund zehn Prozent weniger Fahrzeugprüffungen vorgenommen wurden als im Vorjahr. Dies hat mit einer Änderung der Bestimmungen des Bundes zu tun, welcher die Prüfintervalle etwas reduziert: Bei Personenwagen wird die erste Prüfung nach fünf statt nach vier Jahren fällig, bei Lastwagen nach zwei statt nach einem Jahr. Diese Regelung trat zwar erst im Februar dieses Jahres in Kraft, gemäss Rossier hat das Amt aber bereits letztes Jahr gewisse Termine angepasst, damit der Übergang etwas weniger abrupt ist. Der Rückgang an Fahrzeugprüfungen beträgt in Zukunft sechs Prozent oder ein Arbeitsvolumen von 1,5 Experten.

Weniger Permis-Entzüge

Weiter zugenommen hat der Fahrzeugbestand im Kanton Freiburg. Er ist um 2,4 Prozent auf rund 259 000 Fahrzeuge angestiegen. Das Wachstum ist zwar etwas geringer als in den letzten Jahren, liegt aber höher als das Bevölkerungswachstum. Gegenüber dem Vorjahr wurden mit 12 200 total 610 weniger Neuwagen angemeldet. Das hat damit zu tun, dass es 2015 dank des billigen Euro einen regelrechten Neuwagen-Boom gab. Gemäss Michel Bris­choux, stellvertretender Direktor des Amtes, nehmen die Dieselfahrzeuge anteilmässig zu, und auf einem geringen Niveau auch Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Der Anteil der Autos mit Allradantrieb ist innert zehn Jahren von 13,4 auf 22,9 Prozent angestiegen.

Freiburg hat gemäss Bris­choux die dritthöchste Fahrzeugdichte pro Einwohner. Innerhalb des Kantons gibt es aber Unterschiede: In der Stadt Freiburg sind es 407 Fahrzeuge pro 1000 Einwohner, in Greng hingegen fast ein Fahrzeug pro Einwohner.

Einen leichten Rückgang verzeichnete das Amt für Stras­senverkehr und Schifffahrt bei den Administrativmassnahmen. Die Zahl der Führerausweisentzüge ging um etwas mehr als 200 auf total 4109 zurück. Dies ist der tiefste Wert seit 2008. Abteilungsleiter André Demierre ging dabei auf Medienberichte ein, wonach Freiburg eine sehr hohe Rate an Ausweisentzügen habe. Dabei gelte es aber viele Faktoren zu berücksichtigen, so die Fahrzeugdichte, die Häufigkeit der Kontrollen durch die Polizei, den durchschnittlichen Arbeitsweg der Pendler oder das ÖV-Angebot.

Verwaltung

Amt in Freiburg neu über Mittag offen

Das Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt wird den Hauptsitz in Freiburg ab dem 8. Mai neu von 7.30 bis 16.30 Uhr durchgehend öffnen, also auch über Mittag. Dies entspricht einer Verlängerung der Öffnungszeiten um 6,5 Stunden pro Woche oder 17 Prozent, ohne dass der Personalbestand erhöht wird, wie Staatsrat Maurice Ropraz an der gestrigen Medienkonferenz erklärte. Neu sind montags, mittwochs und freitags von 12 bis 15.45 Uhr Theorieprüfungen ohne Terminvereinbarung möglich. «Der Verwaltungsrat möchte den Service für die Kundschaft weiter verbessern», begründete Ropraz die Änderungen. Dieses Jahr stehen zudem am Standort Bulle eine Renovierung und ein Ausbau von zwei auf vier Prüfbahnen für Fahrzeuge an. Diese Arbeiten kosten 5,1 Millionen Franken und können zur Hälfte aus Eigenmitteln finanziert werden.

uh

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