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Bundesrat will keinen Regioexpress-Halt

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Dass der Regioexpress Bulle–Romont–Freiburg–Bern zwar in Düdingen vorbeifährt, am Bahnhof aber nicht anhält, ist dem Gemeindeverband Region Sense, der Agglomeration Freiburg sowie drei Freiburger Bundesparlamentarierinnen und -parlamentariern ein Dorn im Auge. Die Region Sense hat schon mehrfach mit Spezialisten der SBB, der BLS und des Kantons verhandelt, die Freiburger Agglomeration hat eine entsprechende Resolution einiger Aggloräte unterstützt, und CVP-Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach machte sich beim Bundesrat mit einer Interpellation dafür stark, dass die S-Bahn des Kantons Freiburg doch auch in Düdingen halten solle (die FN berichteten). Nationalrätin Valérie Piller Carrad (SP) und Nationalrat Jean-François Steiert (SP) haben die Interpellation mitunterzeichnet.

Grosse Erlösausfälle

In seiner Antwort macht der Bundesrat nun klar, dass weder die SBB noch das Bundesamt für Verkehr auf den kommenden Fahrplanwechsel im Dezember 2015 eine Einführung von Regioexpress-Halten in Düdingen planen. «Dagegen sprechen finanzielle wie technische Gründe», heisst es in der Antwort auf die Interpellation. Ein zusätzlicher Halt der S-Bahn-Züge in Düdingen würde für das Bahnunternehmen BLS jährlich Erlösausfälle von 700 000 Franken bedeuten; eine Abgeltung sei niemand bereit zu bezahlen. Zudem würde die Einführung dieses Halts in Düdingen gemäss Bundesrat eine Verlängerung der Fahrzeit um zwei Minuten bedeuten, was am Bahnhof in Bern wiederum Probleme verursachen würde. Ein weiteres Hindernis sieht der Bundesrat in den Bauarbeiten, die in den kommenden Jahren auf der Strecke Freiburg–Bern vorgesehen seien. Während diesen werden die Regioexpress-Reisenden auf die Intercity-Züge verwiesen. Deshalb könne eine Kontinuität des S-Bahn-Halts in Düdingen nicht gewährleistet werden.

Für 2030 eine Option

Der Bundesrat lässt in seiner Antwort dennoch einen kleinen Hoffnungsschimmer aufkommen. Wenn auch für einen langfristigen Zeithorizont: Im Rahmen des STEP-Ausbauschrittes 2030, einem Alternativkonzept für den Korridor Bern–Freiburg–Bulle/ Lausanne, sehe der Kanton Freiburg für Düdingen eine bessere Erschliessung vor. Der Halt des Regioexpress sei eine Option, die Verlängerung der S-Bahn Romont–Freiburg eine andere. «Damit soll Düdingen besser in die Agglomeration eingebunden werden», so der Bundesrat. Aktuell sei eine Arbeitsgruppe von Bund, Kantonen und SBB mit diesem Alternativkonzept beschäftigt. «Die Haltepolitik in Düdingen kann im Langfristhorizont jedoch erst bestimmt werden, wenn die Angebotsziele und deren Machbarkeit für die Gesamtstrecke klar sind», so der Bund.

 Sie werde sich trotzdem weiterhin für einen S-Bahn-Halt in Düdingen starkmachen und das Dossier weiterverfolgen, sagt Christine Bulliard den FN. Dies in Absprache mit der Region Sense und der Gemeinde Düdingen. «Für einen Knotenpunkt wie Düdingen wäre eine bessere Anbindung wichtig», sagt sie. Das Jahr 2030 sei dafür zu weit weg. Auch Oberamtmann Nicolas Bürgisser, Präsident des Gemeindeverbandes Region Sense, will sich von dieser Antwort nicht entmutigen lassen, bleibt aber realistisch: «Wir kämpfen weiter für den Halt des Regioexpress. Aber es wird ein harter Kampf werden.»

Der Gemeindeverband Region Sense macht sich seit über vier Jahren für den S-Bahn-Halt in Düdingen stark. Bürgisser sagte stets, dass eine Einführung dieses Halts im Fahrplan vor 2016 nicht realistisch sei, da es noch viele offene Fragen gebe.

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