Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Bürger von Cressier fordern Anschluss an den Trinkwasserverbund Bibera

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Lukas Schwab

Ein Kreditantrag von 900 000 Franken für eine neue Wasserleitung sorgte an der Gemeindeversammlung von Cressier am Dienstag für Diskussionen. Die Leitung sei nötig, weil der Druck in der Wasserversorgung für die Brandbekämpfung nicht ausreiche, sagte Syndic Jean-Jacques Sunier. Vor allem in den tiefer gelegenen Gebieten beim Bahnhof sei der Wasserdruck heute zu gering. Zur Lösung des Problems müsse eine Ringleitung gebaut werden, die gleichzeitig die künftige Versorgung neuer Quartiere garantiere, so Sunier.

Heftige Diskussionen

Für die Stimmberechtigten war nicht der fehlende Druck, sondern der grosse Geldbetrag das Problem. Die Erläuterungen des Syndics zum Kreditantrag des Gemeinderats führten im Saal zu heftigen Diskussionen. «Für einen Kredit in dieser Höhe erwarte ich detailliertere Informationen», sagte ein Bürger. Ein grober Umriss, wie ihn der Gemeinderat präsentiert habe, sei ungenügend. Der frühere Syndic Noël Simonet sagte, die Investition sei unnötig. Früher oder später werde sich die Gemeinde dem Trinkwasserverbund Bibera (TWB) anschliessen, da die Wasserversorgung alleine nicht finanzierbar sei. «Bevor wir den hohen Betrag investieren, sollten wir deshalb den Beitritt zum TWB prüfen», so Simonet. Er stellte einen Antrag, den Kredit vorerst zurückzustellen. «Der Gemeinderat soll den Kontakt zum TWB suchen und an der Gemeindeversammlung im Frühling das Geschäft erneut vorlegen», erklärte er.

Sunier entgegnete, er habe vor drei Jahren für den Beitritt zum Trinkwasserverbund gekämpft, die Stimmberechtigten hätten sich aber damals an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung leider dagegen entschieden. «Jetzt ist es wichtig, dass wir unser Problem mit dem Wasserdruck rasch und ohne Verzögerung lösen», so Sunier. Zudem sei die Investition auch dann nicht verloren, wenn die Gemeinde zu einem späteren Zeitpunkt dem Trinkwasserverbund beitrete. «Der TWB würde die bestehende Infrastruktur unserer Wasserversorgung übernehmen.»

Suniers Argumente überzeugten die Bürger nicht: Sie stimmten dem Antrag von Simonet zu. Damit muss der Gemeinderat eine Lösung mit dem Trinkwasserverbund prüfen und das Geschäft im Frühling erneut vorbringen.

TWB grundsätzlich offen

TWB-Präsident Gabriel Hayoz sagt auf Anfrage, der Verbund stehe der Aufnahme neuer Gemeinden grundsätzlich offen gegenüber. «Eine definitive Aufnahme müssten wir aber im Vorstand und im Verband genau prüfen.» Technisch sei das Netz so ausgerichtet, dass eine Integration des Reservoirs in Cressier möglich sei.

Mehr zum Thema