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Bürger wollen Coop im Zentrum behalten

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Autor: Karin aebischer

Die aktuelle Situation im Dorfkern von Schmitten ist ungewöhnlich. In der Kernzone stehen mit den Liegenschaften Coop, Restaurant zum Weissen Kreuz, Metzgerei Zosso und zwei weiteren auf zirka 7500 Quadratmetern gleich fünf zusammenhängende Parzellen zum Verkauf. Wie sich der Dorfkern in Anbetracht dieser einmaligen Ausgangslage entwickeln soll, war am Dienstagabend Thema eines öffentlichen Diskussionsabends. Das Interesse der Schmittnerinnen und Schmittner war gross. An die 200 Personen folgten der Einladung der CVP Schmitten.

Ammann André Burger machte zu Beginn klar, dass es gemäss Leitbild 2020 das Anliegen des Gemeinderates sei, dass in Schmitten weiterhin Güter des täglichen Bedarfs angeboten werden. Dabei denke der Gemeinderat für den besagten Perimeter eher an kleinere Einzelbetriebe als an ein Grosszentrum. Auch ein Dorfplatz soll entstehen.

Kern soll belebt werden

«Wir sind momentan weit weg von einem eigentlichen Dorfkern», sagte Pascal Rappo, Präsident des Gewerbevereins. Dieser setze sich stark für die Belebung des Dorfkerns ein. «Es kann nicht sein, dass diverse Geschäfte an bester Lage schliessen und lange Zeit leer bleiben», betonte er. Das Ziel des Gewerbevereins sei es stets gewesen, Coop im Dorfkern zu behalten und nicht an den Rand der Kernzone zu verlieren, so wie es jetzt geplant sei (siehe Kasten).

«Durch diesen Entscheid haben unsere Vorstellungen einen Dämper erfahren», so Pascal Rappo. Er legte André Burger, Ivo Zumwald und Susanne Heiniger vom Gemeinderat trotzdem nahe, eine Kommission auf die Beine zu stellen, die mit Interessenvertretern und den Grundstücksbesitzern die Planung an die Hand nimmt.

«Schmitten bietet sich jetzt die einmalige Chance, dieses Durcheinander endlich in den Griff zu kriegen», sagte der Schmittner Architekt Manfred Schafer, der im Publikum sass. «Es braucht ein Überbauungskonzept», betonte er. Am neuen geplanten Standort – der Bahnhofstrasse – lande Coop ortsplanerisch gesehen an einem «sehr dubiosen Ort». Dass der Bau einer Coop-Filiale auf den zum Verkauf stehenden Parzellen im Dorfkern aus Platzgründen nicht möglich sei, könne er nicht nachvollziehen. Auch aus dem Vorstand des Gewerbevereins wurde ein weiteres Mal betont, wie wichtig es für die anderen Gewerbetreibenden im Dorf wäre, wenn Coop an dieser Lage bleiben würde. Je zentraler die Coop-Filiale liege, desto grösser sei die Überlebenschance der umliegenden Betriebe.

Steigerung ist entscheidend

Auch Ex-Syndic Josef Boschung betonte, dass sich diese Gelegenheit wohl nie mehr bieten würde. Er befürchte jedoch, dass der verfrühte Verkauf einer Parzelle die Pläne schon wieder zerstören könnte. Dass im März die Versteigerung der Liegenschaft Zosso ansteht, ist eine weitere Unsicherheit. «Der Gemeinderat sollte trotzdem versuchen, einige Pflöcke einzuschlagen», sagte Josef Boschung. Auch viele andere Bürger forderten den Gemeinderat auf, die Planung an die Hand zu nehmen. «Der Gemeinderat hat jetzt die Möglichkeit, in diesem Gebiet planerische Grundlagen zu schaffen und so die Rahmenbedingungen festzulegen», hiess es aus dem Publikum.

Rat wird Ideen besprechen

Die Schaffung einer Kommission, die die ganze Sache an die Hand nimmt, sei ein gangbarer Weg, erklärte Ammann André Burger. Es sei jedoch nicht die Aufgabe des Gemeinderates, eine Überbauung zu planen. Er könne auch nicht einfach so Geld in die Hand nehmen, um ein Gebäude zu ersteigern. «Wir werden die Inputs von heute Abend im Gesamtrat diskutieren», versprach er den Bürgerinnen und Bürgern. Wie er am Mittwoch gegenüber den FN erklärte, wird dies am nächsten Montagabend der Fall sein. Danach werde er mehr über das weitere Vorgehen sagen können.

Gesprächsleiter Ivo Zumwald brachte zum Schluss ins Spiel, ob nicht auch Zentrumswohnungen oder Parkanlagen eine Möglichkeit für die Neugestaltung des Dorfkerns wären. «Wir brauchen Visionen», betonte er und dankte den Anwesenden für die «faire und sportliche» Diskussion.

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